Illerzell Solnischko sucht eine neue Bleibe

Mehr als nur Tanz und Theater: In der Gruppe "Solnischko" wird auch gebastelt und musiziert. In der Mitte Oksana Dietz-Meier. Foto: Ingrid Weichsberger
Mehr als nur Tanz und Theater: In der Gruppe "Solnischko" wird auch gebastelt und musiziert. In der Mitte Oksana Dietz-Meier. Foto: Ingrid Weichsberger
Illerzell / INGRID WEICHSBERGER 08.08.2013
Die Kindertheatergruppe Solnischko plant einen Standortwechsel. Gesucht wird ein leerstehendes Haus möglichst in Senden oder Neu-Ulm.

Der "Art-Palast" ist der jüngste Verein in Vöhringen und derzeit im Stadtteil Illerzell ansässig. Dahinter steht die Choreografin Oksana Dietz-Meier mit der Kindertheatergruppe Solnischko. Derzeit üben etwa 20 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren im Ulmer Bürgerhaus Mitte in der Schaffnerstraße. Zuvor waren sie im Johannishaus der russisch-orthodoxen Kirche in Neu-Ulm untergekommen. Dessen Schließung bedeutete für die Gruppe ein Jahr unfreiwillige Pause.

Nun ist Oksana Dietz-Meier mit der Gruppe Solnischko wieder auf der Suche nach einer Bleibe. Diese sollte, um die Fahrkosten und den Zeitaufwand für die Eltern zu reduzieren, in Neu-Ulm oder in Senden sein. Um förderfähig zu werden, hat die 38-Jährige schließlich den Verein "Art-Palast" gegründet. "Solnischko" ist mehr als nur Tanz und Theater: Es werden auch Puppen gebastelt, es gibt Unterricht in russischer Sprache und es wird musiziert, denn mit Irene Frank macht auch eine Akkordeonspielerin mit. In Ulm ist die Kindergruppe schon mehrfach mit Erfolg aufgetreten. "Bei uns sind alle Kinder willkommen, nicht nur jene mit russischem Hintergrund", betont Dietz-Meier. Sie plant eine Erweiterung des Angebots für die Kinder.

Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Theaterspiel. "Das liegt mir einfach im Blut", sagt Oksana Dietz-Meier. Sie schreibt die Geschichten selbst und die Kinder dürfen auswählen, welche umgesetzt und aufgeführt wird. Weil sich nun auch eine Schneiderin ehrenamtlich engagiert, können die Kostüme zusammen mit den jungen Mimen genäht werden. "Schon um den ständigen, mühsamen Transport der Nähmaschine und den anderen Utensilien zu beenden, suchen wir ein leerstehendes Haus", begründet die 38-Jährige den gewünschten Standortwechsel.

Oksana Dietz-Meier stammt aus Russland und hatte dort ein Studium für Choreografie, Kultur- und Theatermanagement begonnen. Allerdings entschloss sie sich während ihrer Ausbildung, mit den Eltern Russland zu verlassen. In Ulm fand die Familie eine neue Heimat. Seit fünf Jahren wohnt Oksana Dietz-Meier nun in Illerzell.

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