Christoph Klein darf sich seit Freitagabend offiziell Brandmeister nennen, Tobias Stadler wurde zum Löschmeister ernannt und Jens Bader ist seither Hauptfeuerwehrmann - unter anderem diese Personalien gibt es aus der Mitglieder- und Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Senden zu berichten. Eine Truppe, die augenscheinlich mit ihren 83 männlichen und den drei weiblichen Feuerwehrleuten gut aufgestellt ist.

Wie Kommandant Peter Walter berichtete, gab es im vergangenen Jahr 214 Einsätze zu bewältigen, die insgesamt 3035 Stunden in Anspruch nahmen. Nur bei 55 dieser Einsätze musste tatsächlich etwas gelöscht werden. Der größte Brand war das Feuer in den Wieland-Werken in Vöhringen. 156 Mal musste die Feuerwehr zu technischen Hilfeleistungen ausrücken, beispielsweise Wohnungen öffnen, Ölspuren beseitigen oder bei Regen vollgelaufene Keller leerpumpen. Drei Einsätze sind unter dem Begriff Sicherheitswacht verbucht. 35 theoretische und praktische Übungen absolvierten die Sendener Feuerwehrleute im vergangenen Jahr, wendeten dafür 1480 Stunden auf. Dazu kamen zahlreiche Prüfungen.

Die Jugendgruppe besteht aktuell aus 15 Mädchen und Jungen, die sich 2014 an Ausbildungen und Leistungswettbewerben beteiligt haben. Gute Rückmeldungen habe es für die Organisation des Kreisjugendfeuerwehrtags gegeben, der vergangenen September in Senden stattgefunden hat. Das berichtete Jugendwart Manuel Becker.

Der Feuerwehrverein Senden, der die Truppe unterstützt, hat derzeit 117 Mitglieder. Das berichtete Vorsitzender Thomas Kast, der selbst seit über 35 Jahren aktives Mitglied in der Feuerwehr Senden ist. Heuer werden die Vereinsmitglieder beispielsweise dabei helfen, die Maibäume in der Stadt aufzustellen. Wie Kast berichtete, sollen die dafür vorgesehenen Halterungen erneuert werden. Teilnehmen will der Verein auch am Blaulichttag, der anlässlich der Feier zur Stadterhebung Sendens vor 40 Jahren veranstaltet wird. Neuwahlen standen heuer nicht an: Kast führt den Verein seit vergangenem Jahr, nachdem der Vorsitzende Martin Maslowski nicht mehr zur Wahl angetreten war. Vize-Vorsitzender ist Bernd Schreier, Kassenwart ist Klaus Zeug, Schriftführer Jan Egly.

Zweiter Bürgermeister Josef Ölberger lobte die Truppe für ihren Einsatz. Ein Thema in der Versammlung war die bevorstehende Einführung des Digitalfunks für Rettungsorganisationen. Dafür wird auch die Stadt Senden in diesem Jahr einiges investieren.

Ausgaben für die Wehr

Hohe Investitionen 719.000 Euro gibt Senden heuer für die Feuerwehren in der Stadt aus. Finanziert werden damit unter anderem in der Hauptwache ein Hilfeleistungslöschfahrzeug als Ersatz für das Löschgruppenfahrzeug und den Vorausrüstwagen für 360.000 Euro. Rund 191.000 Euro kostet der weitere Ausbau des Wechselladersystems. 49.000 Euro muss die Stadt für die Aus- und Umrüstung der Feuerwehr auf Digitalfunk ausgeben. Es gibt aber auch Zuschüsse, die heuer auf insgesamt 347.000 Euro kalkuliert werden.