Sanierung Senden will See- und Hallenbad erhalten

Muss saniert werden und soll nach dem Willen von Verwaltung und Stadträten attraktiv bleiben: das Sendener See- und Hallenbad.
Muss saniert werden und soll nach dem Willen von Verwaltung und Stadträten attraktiv bleiben: das Sendener See- und Hallenbad. © Foto: Patrick Fauß
Senden / Sonja Fiedler 12.09.2018
Unklar ist nach wie vor, ob die Sendener bei der geplanten Badsanierung in den Genuss von Bundeszuschüssen kommen.

Niemand will das Sendener See- und Hallenbad schließen. Das haben Stadträte und Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Sendener Stadtrats erneut deutlich gemacht. Wie das sanierungsbedürftige Bad in Zukunft aber ausgestattet wird, bleibt vorübergehend offen. Der Grund: Noch ist nicht bekannt, ob das Bad der Stadt Senden in ein Förderprogramm des Bundes aufgenommen wird, wodurch ein erheblicher Teil der Sanierungskosten gedeckt würde. Der Sendener Ferienausschuss hatte, wie berichtet, im August die Bewerbung für das Förderprogramm des Bundes beschlossen.

Stadtbaumeisterin Manuela Huber stellte in der Sitzung verschiedene Ausführungsvorschläge für die Sanierung des Außenbeckens vor, die von einem Planungsbüro erarbeitet wurden. Drei Varianten sehen ein kombiniertes Sommer-/Winterbecken sowie Attraktionen wie Breitrutschen, Massagedüsen und Sprudelliegen vor.

Die Varianten unterscheiden sich vor allem in der Beckenform, die Kostenschätzung liegt je bei rund 2,3 Millionen Euro. Als günstigere Alternative zeigte Huber eine Variante mit einem Gesamtbecken mit Breitrutsche auf. Die Winternutzung fiele in diesem Fall weg. Hierbei lag die Kostenschätzung bei rund 1, 8 Millionen Euro.

Notwendig ist auch eine Sanierung der Röhrenrutsche, führte Huber aus. Das Landebecken sei undicht, dies müsse behoben werden. Die Lüftung sei so alt, dass es dafür keine Ersatzteile mehr gebe. „Wenn sie ausfällt, müssen wir die Rutsche schließen.“ Die Rutsche müsse aktuell jährlich von einer Fachfirma geprüft und ausgebessert werden. Die Kostenschätzung für eine Sanierung und Teilerneuerung der Rutsche betrage knapp 920.000 Euro.

Edwin Petruch (CFW/FWG) plädierte für eine der Varianten, die die Attraktivität des Bads steigern würden. „Das muss uns ein paar Euro wert sein.“ Voraussetzung sei die Aufnahme in das Förderprogramm. Wichtig sei es, alles, was kaputt ist, zu sanieren. „Was marode ist, wird gemacht.“

Variante vier sei zwar eine Sparversion, aber „kein Becken für Arme“, merkte Walter Wörtz (CSU) an. Er stellte die Frage, ob die in den Varianten eins bis drei vorgesehene Winternutzung des Außenbeckens notwendig ist. Attraktivitätssteigerung könne auch bedeuten, dass einfach alles funktioniere.

Konsens war, den Beschluss über die Ausführungsvarianten in einer Sitzung im November zu fällen. Wenn klar sei, ob das Förderprogramm zum Tragen komme. Bis dahin, sagte Bürgermeister Raphael Bögge, würden auch Unterhaltskostenschätzungen vorliegen. „Und wenn wir nicht ins Förderprogramm kommen, müssen wir noch mal völlig neu diskutieren.“

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