Freibad Senden will Bad mit Fördergeldern retten

Blick auf das Außenbecken des See- und Hallenbads in Senden, das wie alle Freibäder in der Region angesichts des Super-Sommers mit seinen hohen Temperaturen derzeit tausende Besucher anlockt.
Blick auf das Außenbecken des See- und Hallenbads in Senden, das wie alle Freibäder in der Region angesichts des Super-Sommers mit seinen hohen Temperaturen derzeit tausende Besucher anlockt. © Foto: Patrick Fauß
Senden / Patrick Fauß 23.08.2018

Insgesamt 100 Millionen Euro stellt der Bund für die Sanierung des kommunalen Sports, für Jugend und Kultur bereit. Allerdings läuft die Frist ab. Wer in den Genuss von Geldern kommen will, muss sich sputen. Denn am kommenden Dienstag, 28. August, läuft die Frist für Anmeldungen ab. Die Frage, ob Senden an dem Programm teilnehmen und Zuschüsse für die Sanierung des See- und Hallenbads beantragen soll, ist am Dienstagabend im städtischen Ferienausschuss hitzig diskutiert worden. Hintergrund: 45 Prozent der Gesamtkosten würde der Bund im Falle der Genehmigung übernehmen.

Die Verwaltung schlug vor, den Maximalbedarf von 3,5 Millionen Euro für die Sanierung anzumelden. Der Anteil der Stadt an den Sanierungskosten würde dann 1,9 Millionen Euro betragen. Wie Bürgermeister Raphael Bögge erläuterte, müsste die Stadt diese Summe jedoch über einen Kredit finanzieren.

Heinz-Peter Ehrenberg (Grüne) kritisierte, dass wohl auch nach der Sanierung weiter hohe Betriebskosten für das Bad anfallen. Nämlich „1,3 Millionen, die reingesteckt werden müssen, jedes Jahr“. Das sei das eigentliche Problem des Bads. Ehrenberg fügte hinzu, nicht das Bad sei in Senden in Gefahr, sondern der Verwaltungshaushalt. Auch Georg Schneider (SPD) meldete „große Sorgen“ bezüglich einer weiteren Verschuldung an.

Chance ergreifen?

Der Sendener Bürgermeister Raphael Bögge verwies auf weitere Objekte der Stadt, wie  zum Beispiel die Gemeinschaftshallen. Auch hier könnte grundsätzlich darüber nachgedacht werden, ob die Stadt sich deren Betrieb leisten kann. Dies sei jedoch nicht Thema der laufenden Beratung.

Hans Manfred Allgaier (CFW/FWG) betonte, dass das See- und Hallenbad ein Alleinstellungsmerkmal Sendens sei. Die Chance, für die Sanierung Fördergelder zu bekommen, sollte daher ergriffen werden.

Claudia Schäfer-Rudolf, Sprecherin der CSU-Fraktion, befand, dass eine Badsanierung ohne diesen Zuschuss kaum zu schaffen sei. Auch sie betonte: Das Bad sei ein wichtiger Bestandteil der Stadt.

Anton Leger (Biss) kritisierte, dass mit hohen Maximalkosten von 3,5 Millionen Euro in die Anmeldung für das Programm gegangen werde. Wo es doch preiswertere Varianten gebe, insbesondere für das Außenbecken.

Laut Bögge müsse zunächst eine mögliche Maximalsumme angemeldet werden. Der Stadtrat habe dann noch in einer der kommenden Sitzungen Gelegenheit, sich für preiswertere Alternativen zu entscheiden.

Bei der folgenden Abstimmung wurde die Teilnahme am Förderprogramm schließlich mit elf zu drei Stimmen beschlossen.

Sanierung kostet 3,5 Millionen Euro

Geld Die Sanierung des Außenbeckens im See- und Hallenbad soll mit 3,5 Millionen Euro Gesamtbedarf beim Förderprogramm angemeldet werden. Auf das Außenbecken entfallen davon 2,5 Millionen Euro. Und auf die Außenrutsche 1 Million Euro.

Aufteilung Wird die Förderung gewährt, würde der Bund voraussichtlich 1,6 Millionen Euro bezahlen, die Stadt Senden 1,9 Millionen Euro.

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