Senden Senden sucht Stromversorger

NID 03.07.2013

Rund eine dreiviertel Million Euro gibt die Stadt Senden jährlich aus, um ihre Gebäude und ihre Straßenlaternen mit Strom zu versorgen. Kürzlich hat die Kommune ihre Lieferverträge gekündigt, weil sie hofft, bessere Preise zu erzielen. Und nun hat sie ihren Strombedarf europaweit ausgeschrieben. Aus der Veröffentlichung geht hervor, dass die Stadt Senden pro Jahr für ihre 168 Abnahmestellen 3,8 Gigawattstunden an elektrischer Energie benötigt. Der neue Liefervertrag soll am 1. Januar 2014 beginnen und drei Jahre laufen. Derzeit ist die Kommune Kunde bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU). Diese haben bekanntlich ihr Holzgas-Heizkraftwerk auf Sendener Gemarkung errichtet. Die SWU haben gute Karten auch deshalb, weil die Stadt sich verpflichtet hat, Ökostrom zu wählen, sollte dieser höchstens zwei Prozent teurer sein als der so genannte graue Strom. Appelle etwa von der SPD, wegen der Vorbildfunktion auf jeden Fall grünen Strom zu nehmen, waren in der entscheidenden Stadtratssitzung verpufft.