Senden Senden soll barrierefrei werden

Senden / BÖ 04.07.2013
Die Stadt Senden soll barrierefrei werden. Eine Spezialfirma könnte die vorbereitenden Arbeiten durchführen. Das will Bürgermeister Kurt Baiker demnächst dem Bauausschuss vorschlagen.

Die Stadt Senden soll barrierefrei werden. Eine Spezialfirma könnte die vorbereitenden Arbeiten durchführen. Das will Bürgermeister Kurt Baiker demnächst dem Bauausschuss vorschlagen. "Überall in der Stadt gibt es Schwellen", sagte der Bürgermeister: schier unüberwindbare Hindernisse nicht nur für Rollstühle, sondern auch für Rollatoren, Kinderwagen, Rennräder und Skater. Dagegen müsse man etwas unternehmen. Der Anfang soll schon jetzt gemacht werden. Derzeit laufen die Umbauarbeiten an Bushaltestellen. Dabei soll die Barrierefreiheit bereits eine wichtige Rolle spielen.

Das Vorhaben trägt den Namen Eagle-Eye, also Adlerauge. Die Spezialfirma fährt mit einem Fahrzeug mit montierter Videokamera durch die Straßen und nimmt alle fraglichen Bereiche auf: Gehsteigkanten, Stadtmöblierung und andere mögliche Hindernisse wie Bäume. Parkende Autos, die im Weg stehen, werden nachträglich am Computer ausgeblendet. Stadtplaner können den Streifen nachträglich betrachten, sich über die Abflachung der Gehsteigkanten, über die notwendige Gehwegbreite, über zu beseitigende Hindernisse unterhalten und am Computer die Änderungen gleich vollziehen. Die geänderten Pläne mit den dazugehörigen Daten können später direkt etwa an das Bauamt der Stadt weitergeschickt werden, wirbt Baiker für dieses Vorgehen. Das alles bedeute eine deutliche Arbeitserleichterung auch für die städtischen Mitarbeiter. "Früher mussten wir alles von Hand vor Ort abmessen."

Zusätzlich soll Blinden und Sehbehinderten der Gang durch die Stadt deutlich erleichtert werden. Summer an Druckknopfampeln, aber auch elektronische Wegweiser für Sehbehinderte könnten künftig dazu beitragen, dass Betroffene leichter durch die Stadt gelangen können.

Die Kosten für die Befahrung seien gering. Die für die Auswertung des Films hängen davon ab, welche Informationen die Stadt daraus erhalten möchte.

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