Senden Senden setzt auf ein moderneres Image

Senden / ELENA KRETSCHMER 22.08.2013
Etwas Neues ausprobieren und mit der technischen Entwicklung Schritt halten, das ist die Vision der Stadt Senden. Ein Imagefilm soll dabei helfen.

Ansehen, anwerben, abdrehen - nach diesem Prinzip geht Marketing-Manager Heinz-Henri Gelb vor. Er ist im Auftrag der Firma FR Entertainment ständig auf der Suche nach Gemeinden in Süddeutschland, die noch nicht mit einem Imagefilm für ihre Stadt werben. Beim Durchforsten städtischer Homepages ist er schließlich auch auf Senden gestoßen.

Doch zunächst einmal stellt sich die Frage: Was ist ein Imagefilm überhaupt? Kurz gesagt, ein etwa sechs bis acht Minuten langer Film darüber, was eine Stadt ausmacht. "Mit der Präsentation von Infrastruktur, Kultur, Vereinen, Sozialem und Gewerbe sollen die Punkte herausgearbeitet werden, die Senden lebenswert machen", fasst Jürgen Schwer, geschäftsleitender Beamter der Stadt, das Vorhaben für Senden zusammen.

Nachdem sich Gelb also an Bürgermeister Kurt Baiker gewandt und ihn von der Idee überzeugt hatte, Senden in allen Facetten in einem Kurzfilm zu präsentieren, gab die Stadt Anfang Juli den Auftrag zur Produktion. "Ein ,Nein bekomme ich relativ selten zu hören, denn die meisten haben großes Interesse an einem Imagefilm. Es kann höchstens sein, dass ich zu einem ungünstigen Zeitpunkt anfrage", berichtet Gelb.

"Wir versprechen uns davon, Senden den Leuten nicht nur mit statischen, sondern eben auch mit bewegten Bildern näherzubringen", erklärt Jürgen Schwer. Es sei der Stadt wichtig, den Bürgern - ob alteingesessen oder neu zugezogen - etwas Neues und Modernes zu bieten und mit der technischen Entwicklung im Netz Schritt zu halten. Die Münchner Firma FR Entertainment, die eigentlich mit Fernseh- und Kinofilmen ihr Geld verdient, hat sich mit der Produktion von Imagefilmen ein zweites Standbein aufgebaut. Mit inzwischen fast 30 abgedrehten Imagefilmen seit 2011 hat das Unternehmen bereits eine gewisse Routine.

Der Film an sich finanziert sich über Sponsoren. "Wir werben örtliche Unternehmen an und bieten ihnen die Möglichkeit, am Film mitzuwirken. Sei es über ihr Logo, eine kurze Präsentation et cetera", erläutert Gelb. Bisher habe er bereits fünf Firmen für das Projekt an Land ziehen können. "Welche konkret, wird aber erst verraten, wenn ich alle 16 benötigten zusammenhabe", verkündet der Marketing-Experte.

Gelb betont, die Filmproduktionsfirma sei nicht auf der Suche nach Großinvestoren wie Inhofer oder Dehner, sondern konzentriere sich vor allem auf das Handwerksgewerbe und mittelständische Betriebe. "Bis Mitte September sollte ich alle Sponsoren zusammenhaben, und dann kann es los gehen", gibt er sich zuversichtlich.

Weiter gehe es mit dem Schreiben des Drehbuchs. "Danach wird zeitnah mit vier bis fünf Mann gedreht. In Senden rechne ich mit Ende September oder Anfang Oktober", berichtet Gelb. Schnitt und Verlinkung seien letztlich die Kür.

"Wir hoffen, dass wir mit dem Film den Wohnsitz Senden mit seiner Stadtnähe zu Ulm und den tollen Freizeitmöglichkeiten attraktiv machen können. Außerdem wollen wir damit Leute ansprechen, die sich hier wirtschaftlich neu ansiedeln wollen", schließt der Rathausbeamte Schwer enthusiastisch.

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