Bildung Schülerverkehr nach Langenau sorgt für Unmut

Elchingen / OLIVER HEIDER 13.01.2018
Elchinger Eltern haben sich beschwert, weil ihre Kinder nicht nach Langenau in die Schule befördert wurden.

Wir sind  mit dem aktuellen Status quo, der eine Folge der Verschiebung des Schulbeginns an den Langenauer Schulen darstellt, nicht zufrieden.“ Das sagt Peter Botzenhard, der geschäftsleitende Beamte in Elchingen, auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE. Obwohl die Gemeindeverwaltung nicht zuständig ist, hatten sich fünf Eltern telefonisch im Rathaus beschwert. Darüber, dass einige Schüler nicht in die Naustadt befördert worden waren. Was war passiert?

Zum Beginn des Schuljahres 2017/2018  waren in Langenau die Schulanfangszeiten geändert worden. Wie berichtet, hatte dies Auswirkungen auf Umland-Kommunen. Die Firma Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB) als Konzessionsinhaber rechnete schon vorab für Elchingen mit Problemen, weshalb sie von September bis zum Fahrplanwechsel Anfang Dezember einen „Verstärkerbus“ einsetzte. Einzig: Der zusätzliche Bus wurde zum Fahrplanwechsel wieder eingestellt, weil nun die Regionalbahn „RB 22355“ montags bis freitags ab Thalfingen um 7.36 Uhr, ab Oberelchingen um 7.39 Uhr sowie ab Unterelchingen um 7.41 Uhr fährt. Planmäßige Ankunft in Langenau: 7.47 Uhr.

Weil der Verstärkerbus nicht mehr eingesetzt wird und manche Kids offenbar nicht wussten, dass ein geeigneter Zug fährt, war der Bus überfüllt – und einige Kinder durften nicht mitfahren. Nach den Beschwerden hat die Gemeinde laut Botzenhard „mehrfach mit der Firma RAB Rücksprache gehalten“. Schließlich sei „die Beibehaltung des Verstärkerbusses die bessere und von uns favorisierte Lösung“. Die laut RAB „wirtschaftlich umsetzbare Alternative mit der zusätzlichen Zugbeförderung“ sei aber akzeptabel, meint Botzenhard.  „Höchst problematisch und sehr ärgerlich ist hingegen, dass der Zug unserer Erkenntnis nach bisher starke Verspätungen hat. Die Pünktlichkeit sollte schnellstmöglich gewährleistet werden.“

Die Verwaltung rät jenen Elchinger Schülern, die in Langenau einen weiten Weg vom Bahnhof etwa zur Realschule oder Gemeinschaftsschule haben, zum Linienbus. Den Gymnasiasten legt sie den Zug ans Herz. Das bedeutet für einige einen längeren Schulweg von zuhause zum Bahnhof. Dies gelte aber auch für Elchinger, die in Ulm weiterführende Schulen besuchen, heißt es seitens der Verwaltung.

Wie viele Schüler betroffen sind, kann Botzenhard nicht sagen. Es seien aber wohl überwiegend Unterelchinger, die weiterführende Schulen in der Naustadt besuchen. Teilweise könnten noch Oberelchinger betroffen sein, während Thalfingen kaum tangiert sein dürfte.

Keine Auswirkungen Richtung Ulm

Verkehr Negative Auswirkungen des Fahrplanwechsels auf den Schülerverkehr Richtung Ulm seien nicht bekannt, sagt Peter Botzenhard. In das Schulzentrum Pfuhl führen gesonderte Schulbusse der Firma Gairing.

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