Weißenhorn Schrodi: "Äußerungen gehen mir auf den Senkel"

Weißenhorn / CARSTEN MUTH MUT 03.08.2013
Bei der Debatte über den Ausbau eines Stalls ist es im Weißenhorner Bauausschuss hoch hergegangen. Der Bürgermeister sprach ein Machtwort.

Während der Debatte über die Erweiterung eines Schweinestalls in Oberhausen sind die Weißenhorner Stadträte Michael Schrodi (CSU) und Johannes Amann (WÜW) im Bauausschuss aneinandergeraten. In dem vergrößerten Stall sollen 1300 Tiere untergebracht werden. Schrodi kritisierte das Vorhaben. Er vermutete, dass es dem Investor nicht um Tierhaltung, sondern um die Vergrößerung seiner Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stalls gehe. "Was wird da denn wirklich erweitert? Bislang ist in dem Stall doch kein Schwein drin", sagte der CSU-Rat. Amann hielt dagegen: "Das sind alles Mutmaßungen." Der Ausschuss habe keine Wahl, müsse dem Antrag zustimmen. Schließlich gelte der Landwirt baurechtlich gesehen als privilegiert. Der Mann dürfe also seine Anlage erweitern. "Ob Schweine drin sind oder nicht."

Schrodi platzte der Kragen. Er sagte: "Mir gehen die Äußerungen von Herrn Amann zunehmend auf den Senkel." Amann gab Kontra, betonte, dass ihm die Aussagen Schrodis "auf den Senkel" gingen. Schrodi wiederholte seine Aussage mehrfach, Amann antwortet jeweils kurz und knapp. Irgendwann wurde es Bürgermeister Wolfgang Fendt zu bunt. Er sagte: "Lassen Sie Ihre privaten Probleme zu Hause." Damit war die Diskussion beendet, die Stadträte stimmten ab: Die Bauvoranfrage wurde bewilligt - einstimmig.