Ulm Schritt für Schritt zur Regio-S-Bahn Donau-Iller

Ulm / MICHAEL JANJANIN 12.12.2013
Das Ziel heißt Regio-S-Bahn Donau-Iller: Schnelle Verbindungen auf der Schiene sollen das Grundgerüst eines modernen Personennahverkehrs bilden.

Kaum ist die Planung für die Wiedereröffnung der Schienenstrecke von Ulm über Senden nach Weißenhorn umgesetzt, geht die Arbeit für den Regionalverband Donau-Iller weiter: Das Ziel heißt, für die ganze Region ein solches Angebot auf die Beine zu stellen. Mit einem Taktfahrplan, sodass die Nutzer nicht sämtliche Kursbücher auswendig lernen müssen. Und Buskonzepten, die das Umland auf die regionalen Zugverbindungen und damit auf den Knotenpunkt im Oberzentrum Ulm/Neu-Ulm anbinden.

„Das große Ziel können wir nur Schritt für Schritt erreichen“, sagt Verbandsdirektor Markus Riethe. Im Regionalverband Donau-Iller laufen die Fäden zusammen: Vor vier Jahren wurde dessen Geschäftsstelle die Aufgabe übertragen, mit den beiden Ländern Baden-Württemberg und Bayern ein Regio-S-Bahn-Konzept zu entwickeln. Die neuesten Entwicklungen: Für die Donaubahn liegt ein neues Konzept auf dem Tisch für eine bessere Zug-Anbindung von Blaustein über Blaubeuren und Ehingen bis Riedlingen. Dieses wäre schneller und günstiger umzusetzen als die bisherige Planung und wurde bereits beim Land eingereicht. „Eine offizielle Antwort steht noch aus“, sagt Riethe. Die Umsetzung von Nahverkehrs-Projekten sei schließlich immer eine Frage der Finanzierung, ergänzt er. Deswegen ist er froh über die Zusammenarbeit aller Beteiligten, die zur zügigen Realisierung des Abschnitts zwischen Ulm, Senden und Weißenhorn geführt habe.

Den jüngsten Fortschritt gebe es im Unterallgäu: Dort hat der Kreistag nun auch eine Regio-S-Bahn befürwortet. Dies habe zur Folge, dass auch dort ein Bus-Zug-Konzept erstellt werden muss – mit entsprechenden Kosten für das Unterallgäu und Memmingen. Riethe: „Sie sehen, wir gehen stufenweise vor, um das große Ganze zu verwirklichen.“

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