Wullenstetten Salvatore Trombatore hat RSV-Gaststätte übernommen

Der neue Wirt der RSV-Gaststätte, Salvatore Trombatore, und seine Mitarbeiterin Christina Beck. Foto: Claudia Schäfer
Der neue Wirt der RSV-Gaststätte, Salvatore Trombatore, und seine Mitarbeiterin Christina Beck. Foto: Claudia Schäfer
CLAUDIA SCHÄFER 02.04.2013
Der RSV Wullenstetten hat einen neuen Pächter für seine Vereinsgaststätte gefunden. Wirt Salvatore Trombatore ist in Senden kein Unbekannter, er betrieb früher eine Pizzeria in der Danziger Straße..

"Ristorante Pizzeria da Salvo", so heißt die RSV-Sportgaststätte, seit dort Salvatore Trombatore hinter dem Tresen steht. Der gebürtige Sizilianer ist seit Jahrzehnten im Restaurantgewerbe, war Wirt des Ulmer "Münstergrills", betrieb eine Pizzeria in der Danziger Straße in Senden und arbeitete bis vor kurzem in der "Jakobsruhe" in Neu-Ulm. Nun möchte er wieder auf eigenen Beinen stehen - als Wirt der RSV-Gaststätte.

Der Vereinsvorstand ist froh, dass die Sportpark-Gaststätte wieder geöffnet hat. Immer wieder hatten in den vergangenen Jahren Pächter wegen mangelnder Umsätze aufgegeben, immer wieder hatte der RSV-Vorsitzende Reiner Schwarz die mangelnde Unterstützung der Vereinsmitglieder für ihren Wirt beklagt. Zuletzt hatte im vergangenen September Wirt Mohamed Ben Mna das Handtuch geworfen und die Gastronomie der Seehalle Pfuhl übernommen.

Salvatore Trombatore werde die Gaststätte wieder nach oben bringen, zeigt sich RSV-Chef Schwarz überzeugt: "Seine Erfahrung, sein Konzept - das sieht gut aus." Für den Verein sei es sehr wichtig, eine Gaststätte zu haben, und das nicht nur wegen der Pachteinnahmen: "Die Gaststätte ist unser Kommunikationszentrum, der Ort, wo sich die Leute treffen und miteinander reden."

Derzeit läuft in Wullenstetten eine Werbekampagne, die Gäste außerhalb des Sportvereins in die Pizzeria locken soll. Der Wirt wirbt mit Sonderangeboten und Abholservice, auf der Homepage des RSV findet sich die komplette Speisekarte. Nach vier Wochen, so Reiner Schwarz, zeigten sich schon erste Erfolge: "Es läuft nicht schlecht." Dass das Thema Pächtersuche erst einmal erledigt ist, kommt dem RSV-Vorsitzenden gerade recht. Schließlich steht dem Verein mit der Sanierung der Sportpark-Heizungsanlage ein Großprojekt ins Haus. Derzeit werden Angebote für eine Flüssiggas-Heizung eingeholt, im Sommer soll die Anlage eingebaut werden. Insgesamt 75 000 Euro inklusive Gastank, Lüftung und Heizkörpern werde das Vorhaben kosten, sagt Reiner Schwarz. Rund die Hälfte muss über Kredite finanziert werden, wobei der RSV auf die Unterstützung der Stadt Senden hofft, um ein zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu bekommen.

Der RSV Wullenstetten ist mit über tausend Mitgliedern einer der größten Sendener Vereine. Gegründet 1926 als Radfahrverein, hat der RSV inzwischen acht Abteilungen, von Badminton über Fußball bis Ski.

1980 wurde das Vereinsheim am Wullenstetter Ortsrand gebaut. Dort befindet sich auch ein Großteil der Sportanlagen. Zusätzlich nutzt der RSV einen Sportplatz an der Wullenstetter Heerstraße.