Betreuung Rosige Aussichten für Senioren

Von Martin Dambacher 28.08.2018

Der Caritasverein Illertissen baut auf dem Eckgrundstück zwischen Beethoven- und Mörikestraße, einen Steinwurf vom bisherigen Caritas-Centrum entfernt, bekanntlich eine Seniorenwohnanlage. Geplant sind auf dem 11 000 Quadratmeter großen Grundstück fünf Gebäude im modernen Bauhausstil mit 59 Wohnungen, umgeben von einer weitläufigen Gartenanlage (wir berichteten). Ergänzend kommt nun auf der 1150 Quadratmeter großen Fläche an der Ecke Pestalozzi- und Franz-Ranz-Straße eine Tagespflegeeinrichtung für bis zu 20 Senioren hinzu. In den oberen Stockwerken gibt es Platz für elf weitere Wohnungen. „Die Seniorentagesstätte bietet im Erdgeschoss auf rund 450 Quadratmeter diverse Aktiv-, Versorgungs- und Ruheräume“, erklärt Architekt Günter Weber. Außerdem sind Büros sowie ein Zimmer für die Sozialstation vorgesehen.

Rosengarten zieht um

Die Appartements im zweiten und dritten Stock werden laut Weber gleich aussehen wie die Wohnungen in den restlichen fünf Gebäuden der Seniorenanlage. Alle sind mit einer sicht- und windgeschützten Loggia ausgestattet. Einziger Wermutstropfen: Für den Bau der Tagespflege muss der seit 2001 vom Illertisser Gartenbauverein liebevoll gepflegte Rosengarten weichen. „Er wird soweit wie möglich mit allen Pflanzen und Accessoires in unseren so genannten Nachbarschaftsplatz inmitten der neuen Seniorenwohnanlage umziehen“, versprach Architekt Weber. Auch für den mehr als 100 Jahre alten Apfelbaum lasse man sich etwas einfallen, sicherte er zu.

Unter der Prämisse, dass der Name „Wohnen am Rosengarten“ Programm sei und die vorgestellten Planungen mit der von Rosen gesäumten Gartenanlage so umgesetzt werde, stimmte derGemeinderat letztlich einstimmig zu. Illertissen brauche eine derartige Einrichtung, war die einhellige Meinung. Der Spatenstich für die Wohnanlage soll noch in diesem Herbst erfolgen, so dass die ersten Seniorenim Frühjahr 2020 ihr neues Domizil beziehen können. Die genaue Zeitplanung für die Seniorentagesstätte steht allerdings noch nicht fest.

Individuelle Angebote

Der Caritasverein Illertissen tritt seit 2016 unter dem Namen illerSenio als Komplettanbieter auf.  „Bei uns werden die typischen Dienste im stationären und ambulanten Bereich durch viele Zusatzleistungen ergänzt“, erklärt Geschäftsführer Dominik Rommel. Allerdings reiche dies im harten Konkurrenzkampf mit privatwirtschaftlich betriebenen Heimen und Pflegediensten und einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis heutzutage nicht mehr aus. Zentraler Faktor des Caritas-Konzeptes sei, „die Kunden gemäß ihrer individuellen Verfassung und ihrer spezifischen Lebenssituation abzuholen“, sagt Rommel. So werde verhindert, dass noch aktive Senioren mit den teils bedrückenden Pflegethemen konfrontiert würden. Andererseits blieben bettlägerigen Patienten reizvolle Angebote für bestimmte Aktivitäten erspart.

Betrieb mit 400 Mitarbeitern

Caritasverein Illertissen Er wurde 1968 von Priestern und Bürgern für die Bewohner des südlichen Landkreises Neu-Ulm gegründet. Um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein, erfolgte 2014 die Umfirmierung in die Caritasverein Illertissen GmbH mit Dominik Rommel als Geschäftsführer. 2016 erfolgte dann die Umbenennung des Unternehmens in illerSenio.

Leistungen Neben der stationären Pflege in den beiden Caritascentren Illertissen und Vöhringen mit 103 und 150 Plätzen bietet illerSenio auch mobile Pflegedienste und Seniorenservices an diesen beiden Standorten an.
In Bellenberg betreibt der 400 Mitarbeiter-Betrieb seit 2017 zusätzlich eine Tagespflegeeinrichtung für 15 Gäste sowie eine betreute Wohngemeinschaft für neun Bewohner.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel