Großes Musikfestival in Roggenburg Roggenburger Mühle: Drei Tage Partyalarm mit namhaften Künstlern

Freut sich auf eine hoffentlich ausgelassene Party: Mühle-Betreiber Patrick Smrekar präsentiert  ein Plakat, das auf das Festival in Roggenburg hinweist.
Freut sich auf eine hoffentlich ausgelassene Party: Mühle-Betreiber Patrick Smrekar präsentiert ein Plakat, das auf das Festival in Roggenburg hinweist. © Foto: Matthias Sauter
Roggenburg / Matthias Sauter 11.02.2019
Das Team der Alten Mühle in Roggenburg veranstaltet Anfang April ein Musikfestival. Tausende Besucher werden erwartet.

Musikfans in der Region dürfen sich auf Juli freuen: Dann steigt in Weißenhorn erstmals ein Open-Air-Festival mit der Berliner Band Culcha Candela und dem Trio Schmidbauer, Kälberer und Pollina. Aber nicht nur in der Fuggerstadt gibt es dieses Jahr eine Festival-Premiere: Bereits Anfang April findet im benachbarten Roggenburg ein Frühlingsfestival mit namhaften Künstlern statt. Veranstalter des dreitägigen Events ist die Alte Mühle (Klostermühle), in der seit 2017 nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen wieder Partys gefeiert werden. „Bei unserem Festival ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei“, verspricht Mühle-Betreiber Patrick Smrekar.

Zu den musikalischen Aushängeschildern am ersten Festivaltag, 5. April, gehört die Schweizer Band „Fäaschtbänkler“. Die fünf Musiker, die traditionelle Blas­instrumente spielen und in ihren Songs verschiedene Musikstile mischen, sind spätestens seit ihrem Hit „Can you english please“ in aller Munde.

Chartstürmer treten auf

Insbesondere in der Schweiz erreichten sie mit ihren letzten drei Alben vordere Chartplatzierungen, die Auftritte in Hallen und Festzelten sind regelmäßig ausverkauft. „Ich habe die Band beim Go-to-Gö-Festival im Ostallgäu erlebt und war sofort begeistert“, erzählt Smrekar und fügt hinzu: „Ihre Lieder machen gute Laune, da kann man nicht sitzen bleiben.“ Der 25-Jährige ist stolz darauf, dass er eine Zusage für den letzten freien Termin der „Fäaschtbänkler“ für dieses Jahr bekommen hat. Ein weiterer Höhepunkt wird das Gastspiel der Gruppe „LAMAS“ aus dem Allgäu. Das Italo-Pop-Duo spielt Italo-Hits und Stimmungsmusik.

Ein Kontrastprogramm gibt es am Samstag, 6. April: Das Festzelt verwandelt sich in einen riesigen Club, Technik und Bühne werden hierzu extra umgebaut. Der DJ und Musikproduzent Mashup-Germany, der mit seinen musikalischen Collagen Stücke anderer Interpreten kombiniert, soll dem Partyvolk einheizen. Unterstützt wird er von „DJ Rockmaster B & MC Puppet“, die schon mal am Schwörmontag auf den Ulmer Münsterplatz auftraten. „Sie beziehen das Publikum stark ein und legen Musik für die breite Masse auf“, sagt Smrekar. Den Abschluss des Festivals soll ein Familien-Sonntag mit Old­timer-Treffen, Blasmusik und Kinder-Attraktionen bilden. Zur ersten Oldtimer-Schau in Roggenburg sind laut dem Organisator Motorräder, Traktoren und Autos willkommen, ein Anmeldeformular wird demnächst auf der Homepage der Mühle bereitgestellt.

Veranstalter hofft auf 5000 Besucher

Die Vorbereitung für das Festival läuft auf Hochtouren. Smrekar hat ein 30 auf 55 Meter großes Zelt für bis zu 2500 Personen gemietet, insgesamt hofft er auf 5000 Besucher.

Sicherheitskonzepte müssen ausgearbeitet werden, ein Parksystem ausgetüftelt und Helfer eingewiesen werden. Froh ist Smrekar über die Unterstützung der Musikkapelle Biberach und der Katholischen Landjugend, die bei Ausschank und Service helfen.

Bei dem jungen Unternehmer Smrekar steigt trotz der arbeitsreichen Planung täglich die Vorfreude: „Das wird ein Riesending. Wenn dann hoffentlich das Zelt voll ist und die Besucher gut gelaunt sind, hat sich der ganze Stress gelohnt.“ Smrekar möchte, wie er sagt, das Festival nach einer erfolgreichen Premiere in der Region etablieren und weitere bekannte Künstler nach Roggenburg locken.

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1596 erstmals urkundlich erwähnt

Geschichte Die Disko Klostermühle am Roggenburger Weiher war in den 80er und 90er Jahren ein Treffpunkt zum Feiern und Flirten. Nach jahrelangem Leerstand haben die Gebäude-Eigentümer und der neue Betreiber Patrick Smrekar die ehemalige Mühle, die 1598 erstmals urkundlich erwähnt wurde, Ende 2017 als Eventlocation wiedereröffnet. Seitdem gibt es zwei bis drei Veranstaltungen pro Monat.

Location Das Frühlingsfestival wird nicht direkt an der Alten Mühle stattfinden, sondern einige hundert Meter entfernt am Biberacher Ortsausgang in Richtung Roggenburger Weiher. Auf den dortigen Wiesen und Feldern gab es in vergangenen Jahren bereits mehrere Bierzelt-Partys. Tages- und Kombitickets für das Festival können unter www.alte-mühle-eventlocation.de bestellt werden.

Betrieb Im Mai möchte Smrekar den Betrieb um eine neue Sonnenterrasse mit 120 Sitzplätzen erweitern. Zudem wird eine Küche in die Alte Mühle eingebaut. Der Biergarten soll an vier Tagen pro Woche geöffnet werden.

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