Kriminalität Rentner in Illertissen und Senden betrogen

Illertissen/Senden / Thomas Steibadler 31.08.2018

Um 62 000 Euro ist ein Rentner-Ehepaar in Illertissen betrogen worden. In Senden steckten die Betrüger 18 000 Euro ein, dort wurde eine 86-Jährige Opfer des sogenannten Enkeltricks. Die Polizei geht davon aus, dass in beiden Fällen dieselbe Betrügerbande am Werk war. Am Dienstag hatte jeweils eine Frau bei den Senioren angerufen und sich als Verwandte beziehungsweise Bekannte in akuter Geldnot ausgegeben.

Gegenüber dem 84-jährigen Illertissener und seiner Ehefrau behauptete die Anruferin, eine Bekannte zu sein und hohe Schulden begleichen zu müssen. Bei der 86-Jährigen in Senden rief eine angebliche Verwandte an und erzählte, sie brauche Geld für den Kauf einer Wohnung. Keiner der Angerufenenen hatte die in Rede stehenden Beträge zu Hause, die Frau forderte sie daher auf, sofort zu Bank zu gehen. Es folgten weitere telefonische Anweisungen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter ihre Betrugsopfer jeweils beobachtet hatten und mit den Anrufen weiter beschäftigten. Ziel: Die Senioren sollen nicht zur Ruhe und auf den Gedanken kommen, es mit Betrügern zu tun zu haben.

Dürftige Täterbeschreibung 

Am Dienstagnachmittag tauchte, wie telefonisch angekündigt, eine Frau bei der Sendenerin auf. Dieser händigte die 86-Jährige insgesamt 18 000 Euro aus. Am Abend nahm die Abholerin am Haus des Ehepaars in Illertissen 62 000 Euro entgegen. Nach Einschätzung der Polizei handelt es sich um dieselbe Frau, die Beschreibung ist aber dürftig: etwa 30 Jahre alt, eher kurzes, brünettes Haar. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau Komplizen hat.

Immer wieder fallen vor allem ältere Menschen auf den „Enkeltrick“ oder falsche Polizisten herein. Die Polizei rät daher: Am Telefon keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse geben, nie hohe Geldbeträge aushändigen, beim geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110 wählen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel