Baden Freizeit: Rein ins Freibad!

Hier hat jemand offenbar genug von der Hitze. Er springt vom Drei-Meter-Brett, um sich wenig später im Becken des Ehinger Freibades abzukühlen.
Hier hat jemand offenbar genug von der Hitze. Er springt vom Drei-Meter-Brett, um sich wenig später im Becken des Ehinger Freibades abzukühlen. © Foto: Herbert Geiger
Region / Benjamin Merkle und Wilhelm Stein 03.08.2018
Der Rekordsommer hält an, die Temperaturen bleiben durchgehend hoch. Sehr zur Freude von Badbetreibern und Gästen.

Temperaturen um die 30 Grad treiben derzeit die Menschen in die Freibäder. Auf der Suche nach Abkühlung, sportlicher Betätigung oder als Familienausflug eignen sie sich bestens. Das gilt auch für die Schwimmbäder in der Region.  Sie sind gut besucht.

Besucherandrang im Donaubad Neu-Ulm

„Im Vergleich zum letztem Jahr sind die Besucherzahlen um fast 50 Prozent gestiegen. Jetzt in den Ferien kommen die ersten Schwimmer schon um 11 Uhr“, sagt Jochen Weis, Manager des Donaubads in Neu-Ulm. „Wir haben dieses Jahr mit 3331 Schwimmern an einem einzigen Tag sogar schon einen neuen Besucherrekord aufgestellt“, sagt er und fügt hinzu: „Insgesamt peilen wir 80.000 Besucher für diese Saison an.“ Jeden Tag kämen bis zu 3000 Menschen ins Donaubad.

Eine davon ist Sirem Artes. Die junge Mutter genießt ihren Urlaub auf der Liegewiese. „Bei der Hitze muss man sich einfach abkühlen – ob im Baggersee oder im Freibad, ist mir eigentlich egal. Der Vorteil hier ist, dass auch Sicherheitsleute in der Nähe sind und es Spielmöglichkeiten für die Kinder gibt.“

Aber nicht alle Badegäste zieht es nach draußen. Otto Schneider aus Neu-Ulm bevorzugt das Hallenbad. „Ich bleibe auch bei hohen Temperaturen lieber drinnen. Natürlich herrscht hier tropische Hitze, aber dafür ist weniger los.“ Der Neu-Ulmer hat einen weiteren Vorteil ausgemacht, er sagt: „Außerdem kann man mit einem Ticket fürs Hallenbad auch nach draußen, wenn man das möchte. Andersherum geht das nicht. Dafür zahle ich dann gerne auch etwas mehr.“

Anstieg der Besucherzahl im SSV Bad

Die Besucherzahlen für das SSV-Bad in Ulm unterliegen keinen extremen Schwankungen. Schließlich dürfen hier nur Vereinsmitglieder rein. Trotzdem ist auch in der Ulmer Friedsrichsau ein leichter Anstieg zu verzeichnen. „Wir haben ungefähr 1700 Besucher pro Tag und rechnen für diese Saison insgesamt mit 70.000“, sagt Thomas Hofer, Geschäftsführer des SSV 1846. „Das Besondere bei uns ist, dass neben den Familien vor allem Sportler unser Angebot nutzen.“

Der Geschäftsführer betont, Schwimmbäder erfüllten eine wichtige Funktion – in Hinblick auf die Schwimmausbildung und vor dem Hintergrund von Badeunfällen, gerade im Sommer.

Weißenhorn: Mehr Besucher als im Jahr zuvor

Im städtischen Freibad Weißenhorn ist man mit der Resonanz zufrieden. Im Juni kamen 17.000 Besucher, im Juli schon mehr als 31.000. Nicht nur in Weißenhorn waren die Bad-Verantwortlichen noch im Juni unsicher, was den weiteren Verlauf der Saison betrifft.

Nun ist klar, dass sich die Zahlen im Vergleich zum vergangenen Jahr verbessert haben, zudem kommen viele neue Gäste – etwa aus Senden und Ulm. Der bisher am stärksten besuchte Tag war der 31. Juli mit 2655 Gästen.

Durchwachsen in Blaubeuren

Mit 22.000 Freibad-Gästen haben die Blaubeurer bis Ende Juni wegen des eher durchwachsenen Wetters lediglich einen durchschnittlichen Andrang erlebt. Die Zahl der Besucher dürfte sich allerdings in den vergangenen Wochen deutlich erhöht haben – schließlich ist es auch auf der Alb derzeit sehr heiß.

Besucher auch während Schlechtwetterphasen in Langenau

Doch nicht alle litten unter dem wechselhaften Wetter im Frühsommer. Das Naubad in Langenau zum Beispiel verzeichnete auch während der Schlechtwetterphasen Besucherzahlen von fast 30.000 Gästen – mehr als im Vorjahr.  Was vor allem dem Hallenbad geschuldet sei: „Wenn es draußen plötzlich regnet, haben wir ja eine Ausweichmöglichkeit“, sagt Jan Friesicke vom DLRG Langenau. „Zur Not wird dann eben sauniert.“

Ein Fazit könne man aber noch nicht ziehen, da sind sich alle Betreiber einig. Immerhin  haben die meisten Freibäder noch bis Ende September geöffnet. Man hoffe aber auf einen sommerlich heißen August, der dem Juli in nichts nach steht. Darüber würden sich wahrscheinlich nicht nur die Badbetreiber freuen.

Oder doch lieber an den See?

Gewässer Wer auf den Chlorgeruch in Freibädern verzichten möchte, den zieht es im Sommer an die Seen der Region. Mit insgesamt 19 EU-Badegewässern sind der Alb-Donau und der Landkreis Neu-Ulm auch denkbar gut aufgestellt. Nicht nur Schwimmer kommen hier auf ihre Kosten. Zum Beispiel ist das Betreiben von Modellbooten mit Verbrennungsmotoren in der nördlichen Bucht des „Gurrenhofsees“ möglich. Der Waldbaggersee in Illerzell ist dagegen ein Zufluchtsort für die selten gewordenen  Nacktbader. Denn hier gibt es einen abgegrenzten FKK-Bereich.

Kontrollen Die monatlichen Überprüfungen des Gesundheitsamts beweisen ganz klar: Die Wasserqualität in den Seen der Region ist hervorragend.

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