Lärmschutz Regionale Abgeordnete gefordert

Elchingen / Barbara Hinzpeter 08.05.2018

Bürgerinitiative, Gemeinde  und Abgeordnete „müssen an einem Strang ziehen“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner. Er traf sich mit Vertretern der Elchinger Bürgerinitiative (BI) für besseren Lärmschutz an der Autobahn. Er werde sich mit den Bundestagskollegen aus der Region abstimmen und einen Entwurf mit Alternativen ausarbeiten, versprach Brunner und zeigte sich überzeugt, dass Ekin Deligöz (Grüne) und Georg Nüßlein (CSU) mitziehen werden. Ein „Zuckerl“ für die Autobahndirektion könnte seiner Ansicht nach das Angebot von ökologischen Ausgleichsflächen sein.

Wie mehrfach berichtet, hält die BI die im Zuge des Autobahnausbaus vorgesehenen Maßnahmen zum Lärmschutz für ungenügend. Dazu gehört der geplante Erdwall bei Unterelchingen, der nicht effektiv genug, dafür aber zu massiv sei und zu viel Fläche verbrauche. Mit dieser „wirtschaftlichsten Lösung“ wollten die Planer, so Brunner, mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Außer dem Lärmschutz sollte er dazu dienen, den Aushub unterzubringen und Ausgleichsflächen zu schaffen. Die beste Alternative wäre nach Ansicht von Brunner  – auch im Blick auf weiter zunehmenden Verkehr – eine „Halbeinhausung“, die den Schall von Unterelchingen weg reflektiert.

Neue EU-Richtlinie

Verbesserte Pläne fordert die BI auch für die anderen Ortsteile. Der Ostwind blies kräftig, als sich die Gruppe oberhalb von Thalfingen den Acker anschaute, der nach den Plänen der Autobahndirektion zu einem guten Teil einem Lastwagen-Parkplatz zum Opfer fallen soll. Karl-Heinz Brunner brachte eine neue EU-Richtlinie zur Sprache: Von Ende Mai an dürften Lkw-Fahrer nicht mehr in den Brummis nächtigen. Auch diese Vorschrift spreche dafür, den Parkplatz näher an den zwei Kilometer entfernten Autohof Seligweiler mit seiner Infrastruktur zu rücken. 

Da die Autobahn zwischen Ulm-Ost und dem geplanten Parkplatz um fünf Meter angehoben werden muss, bekäme Thalfingen von dort mehr Lärm ab. Der vorgesehene Spritzschutz reiche bei weitem nicht, so die Initiative. Vorschlag von Brunner: Dort wären Ausgleichsmaßnahmen sinnvoll. Die Pflanzen schluckten Schall und verdeckten die Sicht auf die Trasse. Von der Situation vor Ort hat sich Ekin Deligöz bereits ein Bild gemacht und laut BI-Vorsitzendem Harald Gaule bereits an den Bundesverkehrsminister geschrieben.  Georg Nüßlein wird im Juni erwartet und einen Vertreter der Autobahndirektion mitbringen.

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