„Das Rathaus läuft mit halber Kraft, aber es läuft“, sagte Josef Ölberger. Der Zweite Bürgermeister hält in der Corona-Krise die Fäden in der Hand: Seit vergangener Woche führt er die Geschäfte der Sendener Stadtverwaltung. Und zwar „voraussichtlich bis Ende April“, sagte Ölberger. Der abgewählte Erste Bürgermeister Raphael Bögge ist nicht im Haus, er hat seinen Resturlaub angetreten.

In engem Kontakt mit Claudia Schäfer-Rudolf

Ölberger hält engen Kontakt mit der neu gewählten Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf, erzählte er am Dienstag in der Sitzung des Bauausschusses. „Wir kommunizieren täglich, sodass sie bei wichtigen Entscheidungen voll eingebunden und bei der Amtsübergabe am 1. Mai auf dem neuesten Stand ist.“

Die Verwaltung läuft sozusagen im Notbetrieb. Es ist eine personelle Trennung vereinbart, sagte Ölberger. Heißt: „Ein Mitarbeiter ist im Urlaub, aber stets abrufbar, und ein Mitarbeiter ist im Rathaus. Und in der nächsten Woche wechselt das.“ Das gleiche gilt für Bauhof, Wasserwerk und Standesamt, die vier Mitarbeiter auf den Friedhöfen arbeiten in Zweierteams. „So könnten wir den Betrieb auch aufrecht erhalten, wenn sich jemand infizieren würde“, berichtete Ölberger. Für den Publikumsverkehr ist das Rathaus  geschlossen – dadurch gebe es auch weniger Arbeit.

Corona-Kampagne wird vorbereitet

Kai Brauchle, im Rathaus unter anderem für Wirtschaftsförderung zuständig, bereitet gerade eine Corona-Kampagne vor. Diese zielt darauf ab, die lokalen Geschäfte und Betriebe in der Krise zu unterstützen und die Menschen etwa anzuregen,  jetzt Gutscheine zu kaufen. Außerdem hat die Stadt über die Freiwilligenagentur eine Initiative ins Leben gerufen: Es werden Freiwillige gesucht, die ältere oder kranke Menschen beim Einkaufen oder bei Erledigungen unterstützen. Wer helfen möchte, kann sich unter Tel. (07307) 945 21 90 melden. Hier kann auch anrufen, wer selbst gerne Unterstützung in Anspruch  nehmen möchte. „Das wird sehr gut angenommen“, sagte Ölberger.