Versammlung Raser nerven die Bürger in Wullenstetten

Wullenstetten / pf 12.10.2017
Viele Klagen über die Römerstraße bekam Bürgermeister Raphael Bögge zu hören. Es will sich kümmern.

Die Staatsstraße 2019, sie durchquert als Römerstraße den Sendener Ortsteil Wullenstetten, war Hauptthema in der Bürgerversammlung am Dienstagabend. Vor rund 40 Anwesenden beklagten Bürger den schlechten Zustand. Lastwagen und Autos hielten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Stundenkilometern. Das verursache Lärm, und selbst das Überqueren am Zebrastreifen sei deshalb gefährlich. Laut einer Zählung aus dem Jahr 2016 sind auf der Römerstraße 6600 Fahrzeuge pro Tag unterwegs.

Einem Vorschlag, das Problem mit einer Druckknopfampel zu lösen, wollte Bürgermeister Raphael Bögge keine großen Chancen einräumen. Er habe jedoch beim zuständigen Staatlichen Baumamts in Krumbach Sanierungsbedarf für die Römerstraße angemeldet. Die mobilen Geschwindigkeits-Messanlagen der Stadt werden laut Bögge weiterhin jeweils kurzzeitig an Brennpunkten mit häufigen Geschwindigkeitsübertretungen aufgestellt.

Weitere Wortmeldungen betrafen den Bus- und Zugverkehr. Ein Bürger beklagte die schlechte Erreichbarkeit des Wullenstettener Zughaltepunkts für Fußgänger. Außerdem seien die Zeiten für das Umsteigen vom Bus auf die Bahn zu knapp. Oft würden Passagiere deshalb ihre Anschlüsse verpassen. Das sei eine „Sache des Kreistags“, dort wolle er sich für Verbesserungen einsetzen, sagte Bürgermeister Bögge.

Eine Anwohnerin der Langen Straße beklagte, dass die Gullis oft verstopft sind. Bei Regenfällen entstünden große Pfützen auf der Straße. Es gebe zudem ähnliche Probleme mit dem Verkehr wie in der Römerstraße.

Am Donnerstagabend findet in Aufheim die heuer fünfte Bürgerversammlung statt, es folgt dann noch Hittistetten am 26. Oktober.