Kriminalität Polizei Illertissen: Quote der Aufklärung bei 70 Prozent

Legten die Kriminalitätsstatistik vor (von links): Jürgen Salzmann und Franz Mayr.
Legten die Kriminalitätsstatistik vor (von links): Jürgen Salzmann und Franz Mayr. © Foto: Dave Stonies
Illertissen / Dave Stonies 15.05.2018
Die Polizei Illertissen legt für den südlichen Landkreis Neu-Ulm die Zahlen der Straftaten vor.

Im Jahr 2017 bearbeitete die Polizei-Inspektion Illertissen in ihrem Zuständigkeitsbereich 1564 Straftaten. Das sind 44 Fälle mehr als im Vorjahr. 1424 Fälle hat die örtliche Polizei bis zum Ende bearbeitet, 70,8 Prozent davon klärten die Beamten auf. „Das ist ein guter Wert und insgesamt kann man sagen, dass man in Illertissen sicher leben kann,“ sagte der stellvertretende Leiter der Polizei Inspektion Jürgen Salzmann in seinem letzten Pressegespräch. Der Polizeihauptkommissar wird ab Mai zur Kriminalpolizei nach Neu-Ulm wechseln.

Besonders der Rückgang bei den Einbruchsdelikten sei ein großer Erfolg. Von Oktober 2016 bis März 2017 gab es 36 Einbruchsversuche, von denen 21 erfolgreich waren. In den Wintermonaten 2017 auf 2018 sank die Zahl auf neun Versuche und sieben vollendete Einbrüche. Salzmann sagte, dass neben der inzwischen aufgelösten Memminger Sonderkommission „Wohnungseinbruch“, besonders die Kampagne „110“ ein maßgeblicher Punkt für die guten Zahlen sei. „Aufmerksame Nachbarn wählen heute schneller und häufiger den Notruf“.

919 Tatverdächtige ermittelt

Ermittelt wurden insgesamt 919 Tatverdächtige, darunter waren 90 Jugendliche, 90 Heranwachsende und 706 Erwachsene. „Verbrechen ist zudem eindeutig männlich“, sagte Inspektionsleiter Franz Mayr. Rund zwei Drittel der ermittelten Täter sind männlich. Eine deutliche Mehrheit, wie in den Jahren zuvor auch schon.

Unter Gewaltkriminalität fallen Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raubdelikte und schwere Körperverletzung. 72 Straftaten registrierte die Polizei in diesem Bereich, im Vorjahr waren es noch 54 Fälle. Besonders erfolgreich war hier die Ermittlungsarbeit. Die Aufklärungsquote liegt bei 91,7 Prozent.

Bei der Straßenkriminalität gingen die Fälle um 92 auf 205 zurück (Vorjahr 297). Ein Serientäter allein war für zahlreiche Diebstähle an Fahrzeugen verantwortlich, beim Straßendiebstahl gingen die Fälle von 174 auf 114 zurück.

403 Diebstähle gab es 2017, das sind 57 Fälle weniger als 2016. Besonders im Fahrzeug-Bereich sank die Zahl deutlich (71 auf 34 Straftaten). Dem gegenüber erhöhten sich jedoch die Ladendiebstähle um 32 Straftaten (von 56 auf 88).

Die Zahl der Rauschgiftdelikte stieg von 100 Fällen in 2016 auf 131 im vergangenen Jahr. Im Betrugsbereich stieg die Quote um vier Prozent, von 202 auf 210 Fälle. Vermögens- und Fälschungsdelikte sanken dagegen von 280 auf 265 Straftaten.

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