Neu-Ulm Projekt im Landkreis Neu-Ulm: Anschub für junge Flüchtlinge

Neu-Ulm / UTE GALLBRONNER 12.02.2015
Das Projekt Anschub schließt im Landkreis Neu-Ulm eine Lücke. Es ermöglicht jungen Flüchtlingen, die eigentlich für die Schule zu alt sind, Praktika in Betrieben zu machen.
Sie sind zu alt für die Schule, aber noch nicht volljährig: Die Flüchtlinge zwischen 16 und 18 Jahren fallen oft durchs Raster. Bislang wurden sie im Landkreis Neu-Ulm in den Übergangsklassen der Mittelschulen aufgenommen. Rechtlich ist das grenzwertig, doch ein Angebot an den Berufsschulen gibt es in der Region bislang nicht. Nun wurde eine Initiative gestartet, die manche bürokratische Schranken einfach einreist: Das Projekt Anschub, initiiert und auf den Weg gebracht von Schulamtsdirektor Ansgar Batzner. 20 Betriebe aus der Region haben sich bereit erklärt jungen Flüchtlingen Praktika zu ermöglichen. Als erste Schule steigt die Peter-Schöllhorn-Schule mit den ältesten Jugendlichen aus ihrer Übergangsklasse ein, die gut genug deutsch sprechen, um sich auf diesen Weg machen zu können. Mit dabei sind das Jugendamt, IHK und Kreishandwerkerschaft, die Bildungsregion und die Kompetenzakademie Neu-Ulm.
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