Der Ausverkauf läuft, offenbar noch in diesem Monat wird die Firma Röther ihren Modepark in Senden schließen. Wie berichtet, hatte die Verwaltungsfirma Prime Real Estate Consulting die Miete nach dem Auslaufen der Mietverträge so hoch geschraubt, dass der Textilfilialist abwinken musste. Was nach Röther entsteht, war bislang unklar. Am Dienstag nun haben nach Informationen der SÜDWEST PRESSE zwei Vertreter von Prime und Stadtbaumeisterin Manuela Huber die Spitzen der Stadtratsfraktionen über die neuen Pläne informiert.

Demnach kommt es, wie bereits 2009 sozusagen "auf Vorrat" beantragt, zu einer Unterteilung des Modeparks in mehrere kleinere Einheiten. Diese werden dann direkt vom Parkplatz aus zugänglich sein - nicht mehr, wie heute, von der innenliegenden Ladenstraße aus. Damit wird dieser südliche Teil des so genannten Iller-Centers ähnlich gestaltet, wie der bereits vor einigen Jahren modernisierte nördliche Teil. Inklusive der modernen grauen Optik sowie eines umlaufenden Vordachs - so dass die Kunden trockenen Fußes von einem Geschäft zum anderen gelangen können. Der Haupteingang soll ebenfalls umgebaut werden. Der dortige Bäcker und der Imbiss sollen größere Flächen bekommen.

Angeboten werden sollen in den Läden unverändert Textilien, allerdings soll die Verkaufsfläche insgesamt und trotz eines Anbaus im Westen kleiner werden - was den immer wiederkehrenden Mahnungen, etwa des Regionalverbandes über zu viel Handel im Sendener Norden, entspricht. Schrumpfen wird die Fläche durch das Zerteilen des etwa 8000 Quadratmeter großen Modeparkes. Zum anderen aber auch, weil die heute bestehende Galerie, also sozusagen der erste Stock im Modepark, abgebrochen werden soll. Die Kunden wollten heute ebenerdig einkaufen, wurde den Stadträten erklärt. Drittens wird das am Eingangsbereich befindliche Depot-Einrichtungsgeschäft innerhalb des Hauses umziehen und dort auf mehr Quadratmetern eine der neuen Ladenflächen belegen.

Einbezogen wird in den Umbau nicht der im Süden direkt an das südliche Iller-Center angrenzende und im Inneren für die Kunden untrennbar damit verwobene Eck-Bau. Dieser gehört der Drogeriemarkt-Kette Müller und beherbergt unter anderem eine Müller-Filiale, einen Adler-Modemarkt sowie weitere kleinere Geschäfte.

Eine Bestätigung der Informationen aus der Mitte des Sendener Stadtrates war von Prime Consulting am Dienstag nicht zu erhalten.

Neu im Schmid-Center: Gastro und mehr Schmuck

Essen statt tanzen Auch im zweiten großen Einkaufskomplex in Senden, dem nach Hauptmieter Mode Schmid benannte Schmid-Center gibt es Veränderungen. Wie berichtet, hatte Schmid als Generalmieter einigen Geschäften - etwa einer Bäckerfiliale, einem Optiker, einer Disco - gekündigt, um die Flächen selbst entwickeln zu können. Nun berichtet Juwelier Joachim Reck, dass er die Optiker-Fläche, 100 Quadratmeter, zu seiner Filiale im Center dazunehmen werde. Zudem ist zu hören, dass die Passage im Haus im selben Stil gestaltet werden soll, wie Modehaus und Bio-Markt, etwa mit einem edlen Holzboden. Im Eingangsbereich, wo sich ein Friseur befand, soll ein gastronomischer Betrieb entstehen. Auch im ersten Stock, dort, wo die Disco war, soll es künftig zu essen und zu trinken geben. Eine offizielle Bestätigung dieser Berichte seitens Robert Schmid gibt es nicht. Der Unternehmer ist äußerst medienscheu.