Projekt  Pilgertour: Weißenhorner radelt nach Jerusalem

Freut sich auf die Fortsetzung seines Abenteuers: Paul Silberbaur aus Weißenhorn zeigt eine Karte von Israel und den angrenzenden Ländern, auf der er seine Radtour mit roter Markierung eingetragen hat.
Freut sich auf die Fortsetzung seines Abenteuers: Paul Silberbaur aus Weißenhorn zeigt eine Karte von Israel und den angrenzenden Ländern, auf der er seine Radtour mit roter Markierung eingetragen hat. © Foto: Matthias Sauter
Weißenhorn / Von Matthias Sauter 13.01.2018
Mitte März geht es los: Dann startet der Weißenhorner Paul Silberbaur zur dritten Etappe seiner Rad-Pilgertour nach Jerusalem.

Paul Silberbaur steht bereits in den Startlöchern: Die einzelnen Reisetage sind geplant, die Routen-Kilometer berechnet, die Flugtickets gebucht. Am Dienstag, 13. März, beginnt der 71-Jährige aus Weißenhorn mit der dritten und letzten Etappe seiner Fahrrad-Pilgertour nach Jerusalem. „Die Vorfreude steigt Tag für Tag, ich bereite mich gerade intensiv auf die Strecke vor“, sagt Silberbaur.

In den kommenden Wochen stehen Lauf- und Fitnesstrainingseinheiten an, auf das Fahrrad schwingt sich der Weißenhorner ab Anfang Februar. Insgesamt möchte er in der Zeit vom 13. März bis zum 17. April gut 1400 Kilometer zurücklegen.

Silberbaur startet in Tel Aviv und macht sich zunächst in Richtung Norden zur israelischen Grenze mit dem Libanon auf. Anschließend geht die Route über Nazareth, den See Genezareth und das Jordantal in Richtung Süden zur nördlichen Grenze mit Jordanien. Über Amman und die Felsenstadt Petra führt sein Weg zum Roten Meer und von dort zurück durch die israelische Wüste Negev an das Tote Meer und schließlich nach Jerusalem.

„Ich möchte auf meiner Tour alle wichtigen Glaubensstätten und biblischen Orte besuchen“, blickt der Weißenhorner voraus. Überdies soll genügend Zeit bleiben, um die „landschaftlich gigantischen Gebirgszüge in Jordanien“ zu genießen. Für die Besichtigung von Jerusalem will er am Ende seiner Etappe vier bis fünf Tage in der Stadt bleiben.

 Längere Radtouren sind für Silberbaur nichts Neues: Vor zehn Jahren fuhr er nach Rom, vor acht Jahren nach Lourdes. „Diese Abenteuer haben bei mir eine Tiefenwirkung entfaltet und mich auf die Idee gebracht, noch eins drauf zu setzen“, erzählt der leidenschaftliche Radsportler.

Die Route nach Jerusalem entnahm er dem Buch „Auf dem Jerusalemweg“ von Johannes Aschauer. Der Polizist aus Österreich lief 2010 mit zwei Gleichgesinnten ein halbes Jahr lang zu Fuß nach Jerusalem. „Ich habe den Autor bei einem Vortrag persönlich kennengelernt und war von der Route sofort begeistert“, sagt  Silberbaur.

Seine erste Etappe führte ihn, wie berichtet, im Spätsommer 2015 von Weißenhorn nach Thessaloniki, im Frühjahr 2016 radelte er nach Adana in der Türkei. Bei den bisherigen Etappen verzichtete Silberbaur auf eine vorherige Buchung von Unterkünften, um flexibel zu bleiben und nicht unter Zeitdruck zu geraten. Diese Vorgehensweise möchte er auch bei der dritten Etappe beibehalten: „Die Gastgeber sind mir bis jetzt immer sehr herzlich und offen begegnet.“ Sollte keine Herberge zur Verfügung stehen, dient ein eigenes Zelt als Notfall-Unterkunft.

Die Pilgertour bezeichnet Silberbaur als „Lebens-Danke-Wallfahrt“. „Ich möchte danke sagen für die vielen schönen Dinge, die ich in meinem bisherigen Leben erleben durfte, aber auch für die Herausforderungen, die ich gemeistert habe.“

Info Paul Silberbaur berichtet am Donnerstag, 18. Januar, unter dem Motto „Auf den Spuren des Apostel Paulus“ über seine zweite Etappe von Thessaloniki nach Adana. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Christophorus-Haus in der Bahnhofstraße 11, Weißenhorn.

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