Oberelchingen / BARBARA HINZPETER  Uhr
Einen stimmungsvollen Sommerabend mit mittelalterlicher Musik haben zahlreiche Besucher in Oberelchingen erlebt. Gespielt hat das Quartett Bordunitas, das bereits zum dritten Mal zu Gast war.

Ave Maria und Tandaradei in der Kirche, fröhlicher Umtrunk und Feuerspektakel im Klostergarten: Zum dritten Mal hat das Quartett Bordunitas am Samstag mit Harfe, Lauten, Sackpfeifen, Trommeln, Flöten und Gesang in Oberelchingen gastiert. Geistliche Musik aus Mittelalter und Renaissance, Pilgerlieder und Hohe Minne standen auf dem Programm in der Klosterkirche.

"Von Jahr zu Jahr kommen mehr Zuhörer", sagte Pfarrer Ralf Gührer und freute sich. Nicht zuletzt, weil der Erlös des Konzerts dem neuen Kirchengestühl zugute kommt. "Als ich gestern den Kostenvoranschlag sah, musste ich mich erst mal setzen", sagte Gührer und bat die Besucher um kräftige Spenden für die neuen Eichenbänke.

Die vier "Spielleute" aus dem Raum Memmingen/Marktoberdorf begeisterten die zahlreichen Zuhörer mit geistlichen Liedern aus dem 13. und 14. Jahrhundert, mit Liedern von Walther von der Vogelweide sowie bretonischen und englischen Tänzen und einem irischen Segen.

Im Klostergarten ging es dann weniger fromm und gepflegt zu, wie Vitus von Hohenegg alias Oliver Föhr angekündigt hatte. Wie in den Jahren bewirtete der Obst- und Gartenbauverein die Gäste aus nah und fern im stimmungsvoll beleuchteten Klostergarten. Passend zur Umgebung gaben köstliche Kräuter, Brotaufstrich und Bowle die richtige Würze.

Der Ansturm war enorm. Allerdings sorgte ein plötzlicher Regenguss dafür, dass viele Gäste früher als geplant aufbrachen. Wer im Gedränge unter der Zeltplane bei prächtiger Stimmung ausharrte und sich von kurzen Schauern nicht schrecken ließ, wurde nach Anbruch der Dunkelheit mit einer spektakulären Feuershow belohnt.