Verkehr Pfaffenhofen steckt in Straßenausbau-Dilemma

Die Ortseinfahrt in Kadeltshofen. Der geplante Ausbau der Ortsdurchfahrt ist offenbar vom Tisch.
Die Ortseinfahrt in Kadeltshofen. Der geplante Ausbau der Ortsdurchfahrt ist offenbar vom Tisch. © Foto: Patrick Fauß
Pfaffenhofen / Patrick Fauß 07.12.2018

Der vor einem Jahr angekündigte Ausbau der Ortsdurchfahrt im Pfaffenhofener Ortsteil Kadeltshofen kommt nun voraussichtlich doch nicht. Das wurde in der Bürgerversammlung in dem Ort klar. Eine Teilnehmerin hatte gefragt, wann denn nun der Ausbau komme. Der Zustand des Gehwegs am Rand der Landstraße sei „eine Zumutung“, sagte sie.

Wie Josef Walz, Bürgermeister der Marktgemeinde, vor 50 Teilnehmern im Gasthaus Fischer erläuterte, hatten sich im Anschluss an eine Versammlung, die ebenfalls in dem Gasthaus stattfand, im November vergangenen Jahres  Anwohner im Rathaus gemeldet. Diese hätten angegeben, sie seien gegen einen Ausbau.

Das Staatliche Bauamt in Krumbach, das den Ausbau zum größten Teil finanziert und durchgeführt hätte, habe jedoch auf ein klares Votum für einen Ausbau bestanden. So liege das Vorhaben derzeit auf Eis, berichtete der Bürgermeister. Und damit auch der Bau des Fußwegs am Rand der Straße. Vom Staatlichen Bauamt habe die Marktgemeinde inzwischen das Signal erhalten, dass die für den Ausbau geplanten Gelder nun in ein anderes Projekt in der Region umgeleitet werden. Und zwar in den Ausbau der Ortsdurchfahrt im Weißenhorner Stadtteil Bubenhausen.

Rathauschef Walz nahm in der Versammlung die Gelegenheit wahr, um das „Dilemma“ zu erläutern, in dem sich die Marktgemeinde seit der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge befinde.

„Jetzt, wo es nichts mehr kostet, sagt jeder, man muss seine Straße machen“, erläuterte Walz. Die Verwaltung habe sich daher entschlossen, eine Prioritätenliste für die Straßen der Marktgemeinde aufzustellen. Weit vorne auf dieser Liste: die Sanierung der Erbishofener Straße im gleichnamigen Ortsteil. Für Kadeltshofen bedeute dies wohl, dass der Gehweg auf einige Jahre hin nicht erneuert werden kann. Eine Äußerung, die für Rumoren unter den Zuhörern sorgte.

Zur Erinnerung: Im Mai 2017 hatte der Marktrat den ursprünglich geplanten Gesamtausbau der Staatsstraße 2021 zwischen Kadeltshofen und Pfaffenhofen abgeblasen. Grund waren Proteste der Bürger im Ortsteil Pfaffenhofen-Berg gewesen.

Der neue Staatsstraßenabschnitt hätte als Umgehungsstraße um den Ort Berg herum gebaut worden sollen. Der Gesamtausbau der Staatsstraße ab Nersingen bis Pfaffenhofen war damit gestoppt. Damit die Kadeltshofener eine Möglichkeit zum Ausbau ihrer Ortsdurchfahrt bekommen, hatte Bürgermeister Josef Walz das Thema vor einem Jahr in Kadeltshofen noch einmal zur Diskussion gestellt.

Wohngebiete werden in Sonderfällen geräumt

Themen Weitere Themen der Bürgerversammlung: Ein Haus im Ort, das ursprünglich für Asylbewerber gedacht war, soll nun von der Wohnungsgesellschaft Weißenhorn saniert werden.

Schnellfall Bürgermeister Walz sagte zu, dass in „Sondersituationen“ bei starkem Schneefall auch Straßen in Wohngebieten vom Schneepflug geräumt werden. Jedoch erst nachdem die Hauptstrecken befahren wurden.

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