Reykjavik/Blaustein Pfadfinder wohlbehalten zurück

Reykjavik/Blaustein / YEL 12.08.2013

Die Pfadfindergruppe, die vor der Küste Islands in Seenot geraten war (wir berichteten), ist gestern wohlbehalten in ihre Heimat zurückgekehrt. Es handelte sich um zwölf Mitglieder der Christlichen Pfadfinder Blaustein (CPB), wie deren erster Vorsitzender Axel Hommel bestätigte. Die Gruppe war seit 25. Juli zum Segeln und Wandern in Island unterwegs gewesen.

Nach Angaben der isländischen Wasserschutzpolizei war das Segelboot der Pfadfinder in der Nacht zum Freitag kurz vor Mitternacht in Seenot geraten und hatte einen Notruf abgegeben. Die Besatzung konnte gerettet werden, der Versuch, das mit Wasser vollgelaufene Boot abzuschleppen, scheiterte aber. Laut Polizei sank es vor der Südwestküste Islands, zwölf Seemeilen von der Stadt Garðskaga entfernt. Zunächst wurde die unterkühlte und nasse Besatzung in die isländische Hauptstadt Reykjavik gebracht, wo sie vom Roten Kreuz versorgt wurde. Verletzte waren laut eines Sprechers des Roten Kreuzes keine unter den Geretteten, es gehe allen gut, hieß es bereits am Freitag.

Während im Bericht der isländischen Wasserschutzpolizei allerdings davon die Rede ist, dass den Schiffbrüchigen neben mehreren Rettungsschiffen auch ein Rettungshubschrauber zu Hilfe kam, und die Rettung sich wegen schwerer See über mehrere Stunden erstreckt habe, stellt Axel Hommel die Sachlage weit weniger dramatisch dar. "Es gab keine meterhohen Wellen, keinen Sturm und auch keinen Rettungshubschrauber", sagte er gestern gegenüber der SÜDWEST PRESSE. Die Windstärke schätzte Hommel auf nicht mehr als vier.

Jedenfalls seien die sieben Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren sowie deren fünf Betreuer wohlauf. Gestern Nachmittag ist die Gruppe in Blaustein angekommen. Der CPB ist dem Christlichen Pfadfinderbund Saar angeschlossen, die insgesamt sechs Stämme hat, der Blausteiner ist der "Stamm Gralsritter".