Roggenburg Osterbrauch im Prälatengarten

Auch bestückte Ostereier gab es zu bestaunen. Foto: Isabell Gamperling
Auch bestückte Ostereier gab es zu bestaunen. Foto: Isabell Gamperling
ISABELL GAMPERLING 05.03.2012
60 Aussteller präsentierten den Besuchern des Roggenburger Ostermarkts ihre kleinen Kunstwerke: Hasen aus Holz, bunte Ostereier und vieles mehr.

Der Ostermarkt in Roggenburg kündigte den Frühling an. In den ehemaligen Prälatengarten, das jetzige Haus für Kunst und Kultur, kamen am Wochenende mehr als 4000 Besucher. "60 Aussteller haben wir heuer für unseren Ostermarkt gewinnen können", sagte Andreas Hunger, Betriebsleiter der Kloster Roggenburg GmbH. Der 37-Jährige fügte hinzu: "Mittlerweile ist unser Markt so bekannt und beliebt, dass am Sonntag extra ein Bus aus Österreich anreist."

"Der Kern des Angebots liegt eindeutig auf österlichem Brauchtum, also Ostereier, Kerzen und ähnliche Gegenstände", sagte Hunger. Aber auch andere Produkte fanden sich an den Ständen: zeitlose Keramik oder Seifen aus Ziegenmilch etwa. "Durch die Ziegenmilch trocknet die Haut nicht aus, meine Seifen sind besonders rückfettend", erklärte Cindy Diesch aus Gundershofen bei Schelklingen. Ihre Seifen werden im Kaltverfahren hergestellt, müssen daher bis zur Verseifung sechs bis acht Wochen reifen. Die Milch kommt von ihren hofeigenen Ziegen.

Ganz traditionelle österliche Produkte verkaufte Isolde Angele aus Lindau. Die 67-Jährige stickt Ostereier und Tischdecken, schröpft Papier und stellt Springerle mit Ostermotiven her. Letztere sind eigentlich zum Essen gedacht, auch wenn sie am Ende dafür fast zu hart sind.