Parteien Özdemir: Für Bürger „fünf gerade sein lassen“

Senden / sft 01.10.2018

„Wenn man sich für die Lebensqualität der Menschen nicht einsetzt, mit allem, was man hat, verliert man.“ Das hat Mahmut Özdemir, Bundestagsabgeordneter aus Duisburg, bei einer Gesprächsrunde der SPD in Senden gesagt. Thema der Runde: „Wie man Schwimmbad, Sportplatz und Wohnungsbau vor Ort gezielt fördern kann.“

Der Neu-Ulmer SPD-Landtagskandidat Daniel Fürst hatte den 31-jährigen Kommunalexperten und Juristen eingeladen, rund 25 Gäste kamen. Özdemir appellierte an die anwesenden Lokalpolitiker, nicht an Dingen zu sparen, die für die Leute „Wohlfühlen und Frohsinn“ bedeuten. „Menschen brauchen Orte, um sich zu begegnen, sonst gibt es keinen Gemeinsinn, dies schadet auch der sozialen Sicherheit.“

Früh in diesem Wahlkampfgespräch sprachen die Stadträte Maren und Bernd Bachmann, Listenkandidaten für die anstehenden Bezirks- und Landtagswahlen, die aktuelle Debatte um Erhalt des Sendener See- und Hallenbads an. Dieses muss, wie mehrfach berichtet, saniert werden, der Stadt aber fehlt das nötige Geld. „Wir würden eine Förderung von 45 Prozent bekommen, haben aber die anderen 55 Prozent nicht“, sagte Bachmann.

Özdemir sagte dazu klipp und klar: „Wenn der erste Bürger vor dem Schwimmbad steht, und es ist für immer geschlossen, ist Schicht im Schacht für euch.“ Bei Dingen, die für die Menschen vor Ort von Bedeutung seien, müsse man „Fünf gerade sein lassen“ und deutlich machen, was man strategisch wolle. „In eurem Fall sollte ihr klar sagen: Wir wollen das Schwimmbad.“ Zudem sollte man schauen, „ob es vielleicht noch Gelder aus Berlin gibt.“

Der SPD-Bundespolitiker Özdemir warnte die Kommunen, an Lebensqualität und Personal zu sparen. „Wenn das top-energetisch sanierte Freibad nicht öffnen kann, wenn niemand die Wege im Park pflegt, weil es zu wenig Personal gibt, ist niemandem geholfen.“ 

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel