Wie berichtet, haben sich in der Gemeinderatssitzung, in der der Rahmenplan für das rund vier Hektar große Gebiet beschlossen wurde, Räte quer über die politischen Lager hinweg dafür stark gemacht, dass die Gemeinde die Vermarktung der Grundstücke selbst übernimmt. 47 Einfamilienhäuser und 3 Doppelhäuser werden dort entstehen.

Stimmt der Rat zu, wird die Gemeinde die Grundstücke nach ihrer Vergaberichtlinie an die künftigen Bauherren vergeben. Das ist in diesem Fall ohne größeren Aufwand möglich, weil der Gemeinde Elchingen ein Großteil des Geländes gehört. "Bis auf ein, zwei Grundstücke im Norden", sagt Botzenhard. Die Vergaberichtlinie funktioniert nach einem Punktesystem. Interessierte Bauherren etwa aus Elchingen oder mit Kindern kommen so bevorzugt zum Zuge. Falls junge Familien eine Einkommensgrenze unterschreiten, besteht zudem die Möglichkeit, etwas am Preis zu machen. Wie hoch der Quadratmeterpreis für die Bauplätze sein wird, kann Botzenhard derzeit noch nicht "seriös" einschätzen. Erst müssen Kostenschätzungen für den Lärmschutzwall, die Erschließungsstraße und für die Kanäle und Leitungen vorliegen. Der Verkaufspreis soll - wie berichtet - jedoch auch für normalverdienende Familien erschwinglich sein. Dazu trügen auch die überschaubar geschnittenen Grundstücke bei.

Botzenhard betont, dass die Gemeinde Elchingen auch im Neubaugebiet "An der Eichenstraße" in Thalfingen, das zu einem guten Teil von der Ulmer Firma Casa Nova entwickelt wird, Bauplätze für Einfamilienhäuser nach ihren Richtlinien vergeben hat. Vier sind schon verkauft, ein fünfter ist reserviert. Weil die Erschließung dort vergleichsweise unaufwendig war, betrug der Quadratmeterpreis 190 Euro.