Senden Polizei befreit Marder aus misslicher Lage

Hängt fest: Kleiner Marder in Senden.
Hängt fest: Kleiner Marder in Senden. © Foto: Polizei
Senden / mut 14.06.2018
Polizei und Feuerwehr haben am Mittwoch in Senden ein Herz für einen tierischen Einbrecher gezeigt.

Solch einen Einsatz erleben Polizei und Feuerwehr wohl auch nicht alle Tage. Gemeinsam haben sie am Mittwoch in Senden einen Marder aus einer misslichen Lage befreit. „Beim Versuch, widerrechtlich in eine Reithalle einzudringen, brachte sich das Tier in eine bemitleidenswerte Situation“, teilt die Polizei nüchtern mit. Genauer gesagt, steckte der Kopf des kleinen Einbrechers unter einem Tor fest. Von dort gab kein Vor und Zurück mehr, das Tier schrie jämmerlich, was schließlich eine Anwohnerin hörte. Die Frau wählte den Notruf, die Polizei war schnell zur Stelle, musste aber einsehen, dass ihre Ausrüstung nicht ausreichte, um den Marder zu befreien.

Abgekämpft, aber unverletzt

Also wurde auch die Feuerwehr alarmiert, deren Mitglieder bissfeste Handschuhe haben. Die Einsatzkräfte hoben das Tor mit Hilfe einer Hydraulikpumpe an und schnappten sich den Vierbeiner – der sich etwas abgekämpft, aber scheinbar unverletzt und ziemlich handzahm bis an den nahegelegenen Waldrand tragen ließ. Dort wurde der Einbrecher in seine Freiheit entlassen. „Behäbig schlich er davon“, berichtet ein Polizeisprecher.

So ganz selbstlos war der Einsatz von Polizei und Feuerwehr aber offenbar nicht. Jedenfalls fügt der Sprecher augenzwinkernd hinzu: „Zuvor konnte wir dem Marder als Dank das Versprechen abringen, in nächster Zeit keine Dienstfahrzeuge seiner Helfer  anzuknabbern.“

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