Sicherheit Zählung: Viele schauen beim Laufen aufs Handy

Viele Menschen in der Region schauen beim Laufen ständig aufs Smartphone.
Viele Menschen in der Region schauen beim Laufen ständig aufs Smartphone. © Foto: Archiv
Kreis Neu-Ulm / nid 13.01.2018
Auto Club ACE zählt Fußgänger, die auf Geräte starren und kommt dabei zu „erschreckenden“ Ergebnissen in der Region.

Mehr als jedes vierte Mädchen, genau gesagt 27,3 Prozent, und fast jeder vierte Junge, 23,5 Prozent, starrt beim Überqueren der Straße auf das Smartphone. Bei den Erwachsenen sind es 14 Prozent der Frauen und 16,4 Prozent der Männer. Das ist das Ergebnis der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion „Finger weg – Smartphone im Verkehr“ des Auto Club Europa (ACE). Ein halbes Jahr lang haben Freiwillige für den ACE das Verhalten von rund 140 000 Fußgängern an Zebrastreifen und Ampeln beobachtet und dabei die so genannten „Smombies“ betrachtet. Gezählt haben ACE-Mitglieder auch in Senden und Neu-Ulm. Die Ergebnisse stuft ein Sprecher als „erschreckend“ ein.

Von 1491 erwachsenen Fußgängern waren demnach 255 mit dem Handy oder Smartphone beschäftigt, das sind 17 Prozent. Bei Kindern und Jugendlichen lag die Quote sogar bei 36,4 Prozent. Bei den bisherigen Zählungen lag die Quote bei insgesamt 20 Prozent „Smobies“, bei der Zählung in Neu-Ulm und Senden bei insgesamt 21,3 Prozent. Das liegt über dem Schnitt von 20,1 Prozent.

Das vielbeschworene Multitas­king sei ein gefährlichen Mythos, heißt es in einer Mitteilung „Niemand kann gleichzeitig Nachrichten checken und auf den Verkehr achten. Das ist ganz klar eine lebensgefährliche Selbstüberschätzung“, sagt der Schirmherr der Aktion, der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner.

„Jeder hat sein Leben selbst in der Hand. Besonders deutlich wird das, wenn man sieht, wie viele Fußgänger als ‚Smombies‘ durch die Städte laufen“, sagt ACE-Beauftragter Kurt Blässing aus Senden. Die Aktion richte sich vor allem an Eltern und Erwachsene: Sie sollen Vorbild sein und Handys und Smartphones bewusst gebrauchen – oder auch mal stecken lassen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel