Bauausschuss Neues Seniorenzentrum in Illertissen

So könnte die Anlage mit Blick aus Norden aussehen. Geplant sind viele Fenster, der Garten wird mit Rosen bepflanzt.
So könnte die Anlage mit Blick aus Norden aussehen. Geplant sind viele Fenster, der Garten wird mit Rosen bepflanzt. © Foto: Architekturbüro Weber und Hummel
Illertissen / Bianca Frieß 04.05.2018

Bodentiefe Fenster, die viel Licht hereinlassen. Breite Gänge und Türen, damit man sich auch mit einem Rollator bequem bewegen kann. Und große Grünflächen, bepflanzt mit Rosen. So soll die neue Seniorenwohnanlage „Wohnen am Rosengarten“ aussehen, die der Caritasverein Illersenio auf dem Eckgrundstück zwischen der Beethoven- und der Mörikestraße in Illertissen bauen möchte. Der Bauausschuss hat dem Antrag nun einstimmig grünes Licht gegeben.

Geplant sind auf dem 11 000 Quadratmeter großen Grundstück fünf Gebäude mit insgesamt 59 Wohnungen: ein bis drei Zimmer, 33 bis 67 Quadratmeter groß. Dazu kommt ein großer Gemeinschaftsraum, den die Bewohner etwa für Geburtstagsfeiern anmieten können. Der benachbarte, vom Gartenbauverein gepflegte Rosengarten soll in die Gestaltung der Gartenanlage mit einbezogen werden. „Das Thema Rosen ist Programm bei uns“, sagt Dominik Rommel, Geschäftsführer von Illersenio. Wie viel der Bau kostet, will er noch nicht verraten. „Wir sind gerade erst dabei, die Kosten festzuzurren.“

Rommel spricht von „Betreutem Wohnen 2.0“. Die Wohnungen werden vermietet, eine „gewisse Grundbetreuung“ ist immer dabei. Dazu gehört ein Hausnotrufsystem, das in jeder Wohnung installiert ist. Außerdem ist zwei Mal in der Woche eine Mitarbeiterin von Illersenio zur Betreuung vor Ort. Je nach Wunsch und Bedarf können die Bewohner weitere „Betreuungspakete“ dazu buchen: etwa Hilfe beim Putzen, Waschen und Anziehen oder Einkaufen. „Außerdem ist unser Caritas-Zentrum ja nur einen Steinwurf entfernt“, sagt Rommel. Hier können die Bewohner etwa zum Singen zusammenkommen, es werden auch gemeinsame Mahlzeiten angeboten.

Im Bauausschuss stießen die Pläne auf breite Zustimmung. „Vom Konzept her ist das wirklich gelungen“, sagte Bürgermeister Jürgen Eisen. „Illertissen braucht das.“ Er sieht auch Vorteile hinsichtlich der Stadtentwicklung: Senioren könnten in die kleineren Wohnungen umziehen und Platz für junge Familien machen.

Bedenken gab es im Rat allerdings hinsichtlich der Parkmöglichkeiten für Senioren, Besucher und Mitarbeiter des benachbarten Kindergartens Don Bosco –  schon jetzt sind die Stellplätze für die Erzieher knapp. „Dass muss klar geregelt werden“, fordert Eisen. Rommel sieht hier weniger Probleme: Die Senioren hätten meist selbst kein Auto mehr, Besucher kämen eher am Wochenende. Und so blieben unter der Woche genug Parkplätze für die Erzieher übrig. „Das ergänzt sich ganz gut“, sagt er. Spatenstich für das Bauprojekt soll im Spätherbst sein. „Wir hoffen, dass wir das hinbekommen, das ist unser Ziel“, sagt Rommel. Er rechnet mit einer Bauzeit von 18 Monaten, bis die ersten Senioren einziehen können.

400 Beschäftigte arbeiten bei Illersenio

Standorte Illersenio hat Standorte in Illertissen, Vöhringen und Bellenberg. Mehr als 400 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Das Angebot reicht von stationärer und ambulanter Pflege bis hin zu verschiedenen Veranstaltungen und Freizeitangeboten für Senioren.

Träger Der Caritasverein Illertissen ist Träger von Illersenio, er besteht seit dem Jahr 1968.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel