Spatenstich Neuer Wohnraum für Bedürftige in Weißenhorn

Auf geht’s: (von links) Thomas Pieper, Wolfgang Fendt, Thomas Schulz, Christian Konstantinides, Wolfgang Schrapp und Julian Mahler beim Spatenstich im Sternberger Weg.
Auf geht’s: (von links) Thomas Pieper, Wolfgang Fendt, Thomas Schulz, Christian Konstantinides, Wolfgang Schrapp und Julian Mahler beim Spatenstich im Sternberger Weg. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Weißenhorn / Carsten Muth 02.10.2018

Rund 3,6 Millionen Euro. So viel Geld investiert die Stadt Weißenhorn in den Bau zweier Gebäude für Menschen, die kein Dach über dem Kopf – oder nur wenig Geld zur Verfügung haben. Gestern Nachmittag war Spatenstich für das Projekt im Sternberger Weg in der Wohnsiedlung Eschach im Weißenhorner Westen. Dort stand bis vor wenigen Monaten noch die alte Obdachlosen-Unterkunft der Stadt. Das Gebäude wurde abgerissen.

In dem Bereich entsteht nun ein neues Obdachlosen-Gebäude mit 15 kleinen Wohnungen, zudem schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite ein Haus, in dem acht Sozialwohnungen eingerichtet werden – etwa für alleinerziehende Mütter.

„Das sind zwei Gebäude, für die es sich lohnt, zu feiern“, sagte der Weißenhorner Bürgermeister Wolfgang Fendt vor dem symbolischen Griff zum Spaten. Gerade weil sie Menschen zugute kämen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stünden. Bedarf an preiswertem Wohnraum gebe es auch in einer eigentlich so wohlhabenden Stadt wie Weißenhorn. Die alte Obdachlosen-Unterkunft sei völlig veraltet und heruntergekommen gewesen. Dort hätten unwürdige Zustände geherrscht. Mit den Neubauten schaffe die Stadt Abhilfe.

 Die Gebäude haben nach Angaben der Planer funktionale Apartments, ein modernes Erscheinungsbild, sie werden in „nachhaltiger Holzbauweise“ errichtet. „Das wird etwas Vorzeigbares“, sagte Wolfgang Schrapp, dessen Holzbau-Unternehmen aus Illertissen die Bauten nach Plänen der Langenauer Architekturwerkstatt errichtet. Schrapp lobte die Stadt Weißenhorn. Der Bau von Obdachlosenheimen sei ein starkes Signal und heutzutage nicht selbstverständlich. „Das ist wirklich vorbildlich.“

Das Bauvorhaben hatte, wie berichtet, im Vorfeld für einigen Wirbel gesorgt. Anwohner zeigten sich besorgt, dass in ihrer Nachbarschaft ein sozialer Brennpunkt entstehen könnte. Die Stadtverwaltung suchte das Gespräch mit den Betroffenen. Mit Erfolg. Auf Wunsch der Anwohner wurden die Pläne modifiziert. Obdachlose und Alleinstehende sollten – so die ursprüngliche Idee – in einem Gebäude untergebracht werden. An diesen Plänen gab es Kritik. Nun erfolgt eine räumliche Trennung, statt eines Hauses werden besagte zwei Häuser gebaut.

Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2019 vorgesehen. „Wenn alles gut geht, sind die Gebäude nächsten Mai bezugsfertig“, sagte Architekt Thomas Schulz.

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