Senden Neuer Vorstand bei den Euroskeptikern 66-jähriger Diplomkaufmann führt Partei AfD

Walter A. Böttcher ist der Vorsitzende der AfD im Kreis Neu-Ulm.
Walter A. Böttcher ist der Vorsitzende der AfD im Kreis Neu-Ulm. © Foto: Dave Stonies
Senden / DAVE STONIES 16.08.2013
Der Kreisverband Neu-Ulm der "Alternative für Deutschland" (AfD) hat einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Walter A. Böttcher.

Die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) steht vor vielen Herausforderungen. Einerseits möchten die als Euroskeptiker bekannten Parteimitglieder unbedingt in den Deutschen Bundestag einziehen. Andererseits hatte der Kreisverband Neu-Ulm seit seiner Gründung vor einigen Monaten intern einige Probleme.

Bei einer außerordentlichen Versammlung in Senden, in der zehn Mitglieder anwesend waren, wurde der Diplomkaufmann Walter A. Böttcher (66) als neuer Vorsitzender gewählt. Ende Juli war der gesamte Vorstand mit Ausnahme von Dirk Pieper zurückgetreten. Hintergrund war ein Streit zwischen den Ortsverbänden Günzburg und Neu-Ulm (wir berichteten). Beide Verbände bilden einen Bundestags-Wahlkreis; die Neu-Ulmer wollten aber weitestgehend selbständig arbeiten. Die letzten Wochen führte Schatzmeister Dirk Pieper den Ortsverband weiter. Nun ist Pieper als Schatzmeister zurückgetreten. In der Versammlung hat er sich zum Zweiten Vorsitzenden wählen lassen. Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt Manuela Köthe. Als Beisitzer wurde Bernhard Sailer in den Vorstand gewählt. Der Kreisverband hat aktuell rund 30 Mitglieder.

Walter A. Böttcher schwor seine Parteikollegen auf einen harten Wahlkampf ein. "Die Fünf-Prozent-Hürde zu nehmen ist unser klares Ziel", sagte Böttcher. Nur so könne man die Forderungen der Partei bekanntmachen, denn die anstehenden Wahlen sind nach seiner Meinung die letzte Möglichkeit, um auf den "verhängnisvollen Weg Deutschlands mit der Euro-Währung" hinzuweisen.

Die Kernforderung der AfD ist es, die Euro-Zone umzuformen. "Wir wollen die für den Steuerzahler nicht mehr einzuschätzenden Folgen der Staatsschuldenkrise verstärkt zur Sprache bringen", erklärte Böttcher.

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