Senden Neuer Name soll mehr locken

Hier wohnt die gute Laune: Blick in den Sendener Seniorentreff. Rechts vorne sitzt die Leiterin, Nadine Bühler. Dahinter steht Vordenkerin Inge Sons. Foto: Claudia Schäfer
Hier wohnt die gute Laune: Blick in den Sendener Seniorentreff. Rechts vorne sitzt die Leiterin, Nadine Bühler. Dahinter steht Vordenkerin Inge Sons. Foto: Claudia Schäfer
Senden / CLAUDIA SCHÄFER 12.08.2013
Seit fünf Jahren haben die Sendener Senioren ihren Treff im Therese-Studer-Haus auf dem Webereiareal. Nun soll die Einrichtung attraktiver werden.

Das Sommerfest im Seniorentreff Senden, dem Therese-Studer-Haus, war am Wochenende eine gute Gelegenheit für die städtische Einrichtung, sich von der Schokoladenseite zu präsentieren: Im Park spielte eine Band Musik der 60er und 70er Jahre, drinnen gab es eine Handarbeitsausstellung mit vielen aufwendigen Stickarbeiten und eine Bilderausstellung mit im Treff gemalten Aquarellen. Der große Raum im Erdgeschoss war voll mit Senioren, die den Nachmittag bei Speis und Trank genossen.

Wohl die Jüngste in der Runde war Leiterin Nadine Bühler, 37: "Der Seniorentreff ist nichts Behäbiges", sagte die gelernte Touristikfachfrau, die den Treff seit 2010 leitet. 2300 Besucherkontakte habe sie in einem Monat gezählt, wobei viele Leute mehrfach zu Gast seien. Das umfangreiche Kursangebot, das Bastel- und Handarbeitsangebote ebenso umfasst wie Sport, Fremdsprachen, Musik und Kultur, sei eben "sehr attraktiv", sagt Bühler.

Und doch sieht die Leiterin Luft nach oben und möchte noch viel mehr Besucher locken. Im Arbeitskreis des Seniorentreffs gebe es tolle Ideen, sogar eine Namensänderung werde diskutiert. "Seniorentreff" wirke auf manche abschrecken, niemand sei gern ein "Senior". Ein Name wie "Treff in der alten Weberei" sei einladender, meint Bühler. Sie denke besonders an Jüngere ab 55. Der Treff wolle eine Einrichtung sein für "Leute zwischen 55 und 100 Jahren". Man wolle Menschen in den Ruhestand begleiten, aktive Senioren ansprechen und Alte dabei nicht abschrecken, die auf Gemütlichkeit und Ruhe Wert legen. "Das ist eine Gratwanderung, aber wir wollen allen gerecht werden."

2014 ist zudem eine "spanische Woche" mit entsprechendem Programm, mit Dekoration und Gastronomie geplant. Bereits im Oktober findet ein Kochkurs "Tolle Gerichte für den schmalen Geldbeutel" statt, es gibt einen Vortrag über gesunden Schlaf. "Wir haben eine tolle Lage, Parkplätze, ein Außengelände und mehr", schwärmt Bühler. "Diese Vorteile werden wir nutzen."

Alles begann vor 27 Jahren im alten Rathaus von Ay