Umgestaltung Neuer Dorfplatz in Diepertshofen wird eingeweiht

Diepertshofen / Patrick Fauß 11.10.2017
Sitzgelegenheiten, eine Rampe, Kuh-Statuen: Der Dorfplatz in Diepertshofen wurde in den vergangenen Monaten völlig umgestaltet. Jetzt wurde er eingeweiht.

Ein Nest zeige immer, welcher Vogel drin wohnt. Bei der Einweihungsfeier für die „Neue Mitte“ Diepertshofen griff die bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen Beate Merk auf diese schwäbische Weisheit zurück. Das Dorf südlich von Pfaffenhofen könne mit seinem neu gebauten Dorfplatz nun auf ein wirklich vorzeigbares „Nest“ verweisen.

Die Linde steht noch

Für 320 000 Euro war der Platz in den vergangenen Monaten völlig umgestaltet worden: Quader und Bänke zum Sitzen sind vor der Kapelle St. Ulrich aufgestellt worden. Bislang gab es hier lediglich eine Durchgangsstraße mit Wiese, dem örtlichen „Milchbänkle“ und einer großen Dorflinde. Die Linde hat die Bauarbeiten übrigens unversehrt überstanden, sie steht immer noch. Hinzu gekommen ist eine große Rampe für das barocke Kirchlein, Menschen mit Gehbehinderungen können den Kirchhügel nun besser hinaufkommen.

Der Platz vor dem „Käppele“ ist mit Pflastersteinen ausgelegt worden. Im Vorfeld hatte es Diskussionen gegeben, ob dieser Belag auch schwerem landwirtschaftlichen und Lkw-Verkehr längere Zeit standhalten könne. Letztlich hatte sich das optisch ansprechendere Pflaster aber durchgesetzt. „Ländlich und auch modern“ sei der Platz geplant worden, wie Bürgermeister Josef Walz ausführte. Begegnungen von Jung und Alt sollen mit der Gestaltung gefördert werden.

Außerdem ist für kommendes Jahr ein Spazierweg entlang der Roth geplant. Wie Architekt Thomas Lauterbach ausführte, werde damit Diepertshofen mit dem Ortskern in Pfaffenhofen verbunden sein.

Markus Ferber, Europa-Abgeordneter der CSU, wies auf die Unterstützung Europas hin. 135 000 Euro hatte diese im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zugeschossen. Ferber berichtete von den Anfängen des Projekts. Zunächst habe der Wunsch der Kirche bestanden, die Kapelle mit einem barrierefreien Aufgang zu versehen. Dann seien Idee und Konzept für den Platz mit Anbindung an den künftigen Spazierweg entstanden.

Die ökumenische Weihe nahmen der evangelische Pfarrer Thomas Pfundner und der katholische Priester Reinfried Rimmel vor. Das katholische Kirchlein St. Ulrich hatte von 1947 bis 1961 der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus gedient.

Ein Umtrunk zum Abschluss

Zum Abschluss des Festakts lud die Gemeinde die Besucher noch zu einem gemeinsamen Umtrunk in der „Neuen Mitte“ ein. Damit konnte der Dorfplatz gleich seinem künftigen Zweck zugeführt werden – den Dorfkern von Diepertshofen zu beleben.

Viehtränke an der Roth

Ufer Am Rothufer wurde die„Viehtränke“ angelegt: Ein Bereich mit Sitzgelegenheiten und Kuh-Statuen aus Metall. Historisch sind hier sind hier zwar nie Tiere getränkt worden. Aber vielleicht in Zukunft: Bürgermeister Walz wies darauf hin, dass kürzlich Reiter das Ufer genutzt hatten, um ihren Tieren einen Schluck Wasser zu gönnen.