Kreis Neu-Ulm / MICHAEL JANJANIN Neue Förderrichtlinien machens möglich: Mit knapp 150 000 Euro unterstützt der Kreis Neu-Ulm in diesem Jahr die Vereine bei Investitionen. Acht Projekte konnten so zusätzlich aufgenommen werden.

Seit diesem Jahr gelten die neuen Förderrichtlinien für die Vereinsförderung: Und alle sind zufrieden damit. Der Landkreis hat die Höhe der Zuschüsse für Investitionen an die Leistungsfähigkeit der Kommunen und des eigenen Haushalts gekoppelt. So kommen in diesem Jahr knapp 148 000 Euro zusammen, die für Bau- und Sanierungsprojekte ausgegeben werden. Bislang waren etwas mehr als 50 000 Euro im Jahr veranschlagt gewesen. Der Schul- und Sportausschuss des Landkreises hat während seiner jüngsten Sitzung beschlossen, 19 Vereine bei ihren Investitionen zu unterstützen.

Der Verteilung des Geldes war eine Sitzung des Musikbeirats und der Sportkommission im Oktober vorausgegangen - die dabei entstandenen Empfehlungen haben Kreisverwaltung wie Kreisräte bei ihrer Entscheidung nun berücksichtigt. Den Antrag, die Förderung umzustellen, war vom Sportkreis Neu-Ulm gestellt worden. Künftig gegen 0,1 Prozentpunkte der Kreisumlage in die investive Vereinsförderung. 65 Millionen Euro zahlen die Städte und Gemeinden in diesem Jahr an den Landkreis, damit dieser seinen Aufgaben nachkommen kann. Die Umlage wird berechnet auf der Grundlage der Steuerkraft der kreisangehörigen Gemeinden. Der CSU-Fraktionsvorsitzende und Sportkreisvorsitzende Thorsten Freudenberger dankte den Kreisräten aller Fraktionen, dass sie dem Vorschlag, die Förderung umzustellen, geschlossen zugestimmt haben. "Da sind wir auf einem besseren Weg als früher - und in Schwaben ganz vorne dran." Für Ansgar Batzner stellt sie die beste Art dar, "Bürger-Engagement zu honorieren". 2014 werde aller Voraussicht nach der Zuschussrückstand abgearbeitet sein, sagte Landrat Erich Josef Geßner. Auch die Summe von 148 000 Euro beinhaltet noch Haushaltsreste aus dem Vorjahr.

Acht Bauprojekte konnten so zusätzlich mit aufgenommen werden: mit dabei sind nun der Musikverein Bubenhausen, der einen neuen Probenraum baut, ebenso der Musikverein Nersingen. Der Musikverein Fahlheim, der wie der RSV Wullenstetten Räume mit einer Lüftungsanlage ausrüstet, und die Musikkapelle Gerlenhofen, die eine neue Heizungsanlage einbaut. Neu auf der Vergabeliste sind der Schützenverein Vöhringen, der SC Vöhringen und der Tennisclub Weißenhorn, die Zuschüsse bekommen für die Sanierung und Modernisierung ihrer Sportanlagen. Sieben Vereine, deren Antragsvolumen bis zu 4000 Euro betrug, bekommen die ganze Summe ausbezahlt. Die Restmittel in Höhe von gut 130 000 Euro wurden mit einer Zuschussquote von knapp 70 Prozent aufgeteilt.

Für das kommende Jahr sind die Sanierung der Betriebsräume des Tennisvereins Bellenberg, der Neubau eines Musikerheims durch den Musikverein Osterberg, der Einbau von Probenräumen in das alte Feuerwehrgerätehaus durch die Feuerwehrkapelle Pfuhl und die Modernisierung der Schießanlage durch den Schützenverein Pfuhl angekündigt.