Blaulicht Eine neue Drehleiter für die Feuerwehr Senden

Ihre neuen Fahrzeuge zeigte die Feuerwehr Senden im Oktober. Jetzt kommt eine neue Drehleiter dazu.
Ihre neuen Fahrzeuge zeigte die Feuerwehr Senden im Oktober. Jetzt kommt eine neue Drehleiter dazu. © Foto: Patrick Fauß
nid 20.12.2017

23 Jahre hat die Drehleiter der Sendener Feuerwehr auf dem Buckel. Nun ist der Rostbefall so stark, dass das Fahrzeug ausgemustert wird. Die Ausschreibungen für die einzelnen Komponenten sind erfolgt, die Ergebnisse liegen vor. So war es für den Stadtrat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr keine Frage, den Kauf abzusegnen.

Das Fahrgestell kauft die Stadt demnach für rund 99.000 Euro bei Mercedes. Zwar liegt ein gleichwertiges Angebot vor, doch der kleinere Wendekreis spreche für Daimler, teilte die Verwaltung mit. Denn dadurch werde das Fahrzeug wendiger. Was gerade bei einer Drehleiter, die vor allem bei der Rettung von Personen eingesetzt wird, vorteilhaft sei. Der Aufbau kommt von Magirus, Kostenpunkt: rund 539.000 Euro. Konkurrent Rosenbauer habe kein Angebot abgegeben. Inklusive ist ein Kamerasystem, welches das Abstützsystem überwacht. So könne schnell erkannt werden, ob etwa Kanaldeckel, Schlaglöcher oder Blumenkübel den Stützen im Weg stehen. Bisher mussten die Feuerwehrleute das Gelände zu Fuß erkunden. Die Beladung kommt von der Firma Denzel aus Burgrieden für rund 28.000 Euro.

Gemeinsame Sache gemacht

Unterm Strich kostet die neue Drehleiter rund 665.000 Euro, allerdings erhält die Stadt von Land und Landkreis einen Zuschuss von 415.000 Euro. Der Zuschuss würde eigentlich um zehn Prozent niedriger liegen. Doch dank einer gemeinsamen europaweiten Ausschreibung mit Illertissen und Vöhringen und der Sammelbeschaffung baugleicher Fahrzeuge konnte ein höherer Betrag erreicht werden.

Oben drauf kommen allerdings noch die Kosten für die Schulung der Feuerwehrleute. Gerechnet wird mit einem Betrag von
10.000 Euro. Auch diese Ausgabe ist im Haushalt finanziert.

Übrigens ist die Drehleiter nicht das einzige neue Fahrzeug für die Wehren in Senden. Im Juli nahmen Kommandant Peter Walter und Kameraden ein Hilfeleistungslöschgruppen-Fahrzeug entgegen. Im Oktober wurden mit großem Tamtam gleich vier teilweise vom oder mit dem Landkreis angeschaffte neue Einsatz­autos im Bürgerhaus offiziell in Dienst gestellt, darunter eine mobile Einsatzleitstelle. Das Quartett wird in der Hauptfeuerwache stationiert. Und zuletzt wurde Ende November an die Truppe in Witzighausen ein LF20 KatS übergeben, ein Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz. Zudem schaffte die Stadt unter anderem sieben Wassersauger und fünf Schmutzwasserpumpen an. Die Wehren in Witzighausen und Aufheim erhielten neue Wärmebildkameras.