Pläne Neubau: Mehr Tempo für Weißenhorner Feuerwehr

Kommandant Wilheim Schneider vor dem alten und engen Gerätehaus.
Kommandant Wilheim Schneider vor dem alten und engen Gerätehaus. © Foto: Patrick Fauß
Weißenhorn / Carsten Muth 07.07.2018

Die Entscheidung ist längst gefallen. Die Weißenhorner Feuerwehr erhält ein neues Gerätehaus. Das soll auf einem Grundstück an der Illerberger Straße errichtet – stadtauswärts am Zubringer in Richtung A7. Wann die Bauarbeiten beginnen, ist aber nach wie vor unklar. „Einen Zeitplan kann ich nicht nennen“, sagt Bürgermeister Wolfgang Fendt. Er will keine falschen Versprechungen machen. „Das wäre vollkommen unredlich.“

Schließlich muss die Stadt für das Areal, auf dem künftig die Feuerwehr zu Hause sein soll, einen Bebauungsplan aufstellen, übergeordnete Behörden müssen ihre Zustimmung erteilen. Vielleicht entdecke man bei der Erschließung des Geländes Altlasten, die dann entsorgt werden müssten. Alles das koste Zeit.

Immerhin ist die Frage geklärt, welcher Architekt den Auftrag erhält. Denn der Weißenhorner Verwaltung ist es in Gesprächen mit der Regierung von Schwaben gelungen, dass der Auftrag für die Planung des Projekts nicht europaweit ausgeschrieben wird. „Was  enorm Zeit einspart“, wie der Bürgermeister betont.

Das heißt: Die Weißenhorner werden den Auftrag an ein Architekten-Büro aus Tettnang im württembergischen Bodenseekreis vergeben. Dort seien Fachleute beschäftigt, die sich mit Feuerwehr-Neubauten auskennen. Dass besagtes Büro aus Tettnang zum Zuge kommt, dürfte die Weißenhorner Wehr und Kommandant Wilhelm Schneider freuen. Die Einsatzkräfte hatten sich von Anfang dafür stark gemacht, dass deren Architekten den Auftrag erhalten.

Gutachter haben den Standort bereits auf seine Tauglichkeit hin unter die Lupe genommen und dort Grundsätzliches geklärt, Anbindung, Ein- und Ausfahrtmöglichkeiten für die Einsatzfahrzeuge geprüft. Der Verkehr am neuen  Feuerwehrhaus soll mittels Ampelanlage geregelt werden, schlagen die Experten vor. Damit wäre problemlos gewährleistet, dass die Retter im Alarmierungsfall rasch vom Hof kommen und nach Möglichkeit binnen weniger Minuten – wie es die Leitlinien vorsehen – am Einsatzort sind.

Klar ist: Die Stadt will ihrer  Feuerwehr zukunftssichere Bedingungen bieten. Weil es, wie berichtet, im alten Gerätehaus sehr eng zugeht. 2017 hat sie deshalb das besagte 15 000 Quadratmeter große Grundstück am A7-Zubringer erworben. Die Stadträte betonen: Die Wehr und ihre fast 70 Einsatzkräfte verdienen ein modernes Gebäude.

Wohin mit dem städtischen Bauhof?

Standort Offen ist, was mit dem städtischen Bauhof passiert, der sich neben dem Feuerwehrhaus befindet und der wohl ebenfalls umziehen wird.

Investition Für die Zukunft des Bauhofs stehen 3,5 Millionen Euro im aktuellen Investitionsplan der Stadt. Gut möglich, dass die Verwaltung die freiwerdenden Flächen, die  Feuerwehr und Bauhof bei einem Umzug hinterlassen, als lukratives, innerstädtisches Bauland ausweist.

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