Umwelt Nersingen bekommt keine Spender für Hundekot-Beutel

Symbolbild
Symbolbild © Foto: dpa
Nersingen / Patrick Fauß 13.08.2018

Damit Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner besser entsorgen, hat die Verwaltung dem Gemeinderat einen Plan mit 30 Standorten für Spender mit Plastiktüten für Hundekot vorgelegt – bevorzugt dort, wo bereits ein Mülleimer steht. Sodass die vollen Plastikbeutel direkt entsorgt werden könnten. Die 30 Beutelspender würden, je nach Ausführung, 2000 Euro bis 3000 Euro kosten.

Weitere Beutelspender

Bürgermeister Erich Winkler (CSU) machte in der Gemeindratssitzung klar: „Ich war noch nie ein Freund dieser Hundekotbeutelspender.“ Verantwortungsvolle Hundebesitzer sollten die Beutel seiner Meinung nach dabei haben, wenn sie mit ihren Tieren unterwegs sind. Er zweifele daran, dass durch die Beutelspender die Lage an Feld- und Spazierwegen verbessern werden. Axel Arbeiter (SPD) zeigte sich ebenfalls skeptisch: „Am Ende liegen die Tüten in den Feldern.“ Peter Saal (CSU) wies darauf hin, das Leute, die sich einen Hund leisten könnten, auch Geld für eigenen Beutel übrig haben müssten. Franz Merkle (CSU) befürchtete, „wenn wir jetzt damit anfangen, kommt eine Welle auf die Gemeinde zu“. Am Ende müssten immer weitere Beutelspender aufgestellt werden. Schließlich wurde der Vorschlag mit 14 zu vier Stimmen abgelehnt. Hundebesitzer müssen ihren Beutel also künftig selbst mitnehmen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel