Bellenberg Nahversorgung im Vordergrund

Neue Fenster gefällig? Auf der Gewerbeschau in Bellenberg gab es vieles, was der Bellenberger für seinen häuslichen Alltag braucht. Foto: Ingrid Weichsberger
Neue Fenster gefällig? Auf der Gewerbeschau in Bellenberg gab es vieles, was der Bellenberger für seinen häuslichen Alltag braucht. Foto: Ingrid Weichsberger
Bellenberg / INGRID WEICHSBERGER 12.03.2012
Wer die Nahversorgung in Bellenberg sicherstellen will, muss auch in Bellenberg einkaufen, sagt Landrat Erich Josef Geßner. Was es dort zu kaufen gibt, wurde in der Gewerbeschau gezeigt.

Die Gewerbetreibenden und die Unternehmer in der Gemeinde Bellenberg haben zum fünften Mal eine informative Gewerbeschau durchgeführt. 30 Aussteller hatten ihre Stände in und vor der Turn- und Festhalle aufgebaut. "Gehen Sie diesen Schritt weiter", ermunterte Landrat Erich Josef Geßner Aussteller und Besucher. Er und auch der Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein (CSU) appellierte an die Bürger, ihren Bedarf in Bellenberg zu decken, denn nur dann könne die Vielfalt des Gewerbes und des Handels am Ort gehalten werden. Der Landrat lobte die Aussteller, dass sie diese zusätzliche Arbeit auf sich nehmen.

"Ich frage mich welche Zukunft es für Bellenberg und seine Betriebe gibt", sagte Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller bei der Eröffnung der Gewerbeausstellung. Arbeitsplätze zu schaffen sei leicht gesagt, die Flächen der Gemeinde seien jedoch begrenzt. Die absolute Priorität im Gemeinderat habe die Nahversorgung. Bei Gesprächen mit Investoren komme sofort die Frage nach der Wirtschaftlichkeit auf. Ver- und Entsorgung sowie die Verkehrsanbindung seien weitere Bedingungen. "Dies alles ist in Bellenberg gegeben", stellte die Bürgermeisterin fest.

Dass die Unternehmer erfinderisch sind, bewies der örtliche Bäcker. Er präsentierte ein für die Ausstellung geschaffenes Sprossenbrot und bot warmes Bärlauch-Chiabatta zur Verkostung an. Gegenüber war der Stand einer Firma aufgebaut, die Werbeartikel herstellt und unter anderem auch Kappen und T-Shirts bedruckt. Diese Arbeit besorgt heute nicht mehr die Oma mit der Sticknadel, sondern ein rasend schneller Stick-Computer. Verwandt mit der Vergangenheit ist nur noch der Stickrahmen. In Handarbeit wird lediglich der Entwurf des Motivs hergestellt und die Maschine programmiert. "Allerdings sind wir nur für kleinere Aufträge eingerichtet. Die großen mit 100 000 Stück und mehr gehen nach Ostasien", erklärte Firmenchef Thomas Zeller.

Mit dabei waren auch eine einheimische Schreinerei, Fensterhersteller, Lieferer von Photovoltaikanlagen, ein örtlicher Zimmerei- und Dachdeckerbetrieb. Die Gelegenheit zur Werbung um Mitglieder nutzten der Athletiksportverein und die Freiwillige Feuerwehr