Oberelchingen Närrisches am Martinstor

Dieser Entwurf für den Narrenbrunnen am Martinstor hat den Wettbewerb im Januar gewonnen: "Lustige Fastnachtszünfte" wurde das Ensemble getauft. Die Burgl steht erhöht, aus ihrem Krug fließt das Wasser. Entwurf: Förderverein Narrenbrunnen
Dieser Entwurf für den Narrenbrunnen am Martinstor hat den Wettbewerb im Januar gewonnen: "Lustige Fastnachtszünfte" wurde das Ensemble getauft. Die Burgl steht erhöht, aus ihrem Krug fließt das Wasser. Entwurf: Förderverein Narrenbrunnen
Oberelchingen / STEFAN CZERNIN 02.08.2013
Der Weg für einen Narrenbrunnen am Martinstor ist frei. Jetzt muss der Förderverein noch genügend Geld einsammeln, um das Vorhaben zu stemmen.

Die Vortrag von Uli Winklhofer kam im Elchinger Gemeinderat gut an. Der Vorsitzende des "Fördervereins Narrenbrunnen Oberelchingen" war in die Sitzung gekommen, um den Räten zu zeigen, wie der Verein den Bau eines Narrenbrunnens am Martinstor finanzieren will.

Auf rund 47 000 Euro schätzt der Förderverein die Kosten; aus Spenden, über Sponsoren und Patenschaften soll die Summe aufgebracht werden. Die Gemeinde will der Verein zur allgemeinen Freude im Rat finanziell beim Bau hingegen nicht in die Pflicht nehmen. Lob gab es etwa von Karl Mayer (CSU). Es freue ihn, dass Winklhofer nicht als "Bittsteller" in die Sitzung gekommen sei, sondern um diese "wunderbare Geschichte" vorzustellen, "die allein vom Förderverein gestemmt werden soll".

Die Idee für einen Narrenbrunnen ist schon 16 Jahre alt, berichtete Winklhofer in seinem Vortrag. Der Förderverein habe sich im November vergangenen Jahres gegründet. Einen Entwurf für den Brunnen am Martinstor, der ein bestehendes Becken ersetzen soll, gibt es auch schon: Die Idee aus den Reihen des Fördervereins hatte in einem Wettbewerb aus elf Vorschlägen bei einer Jury die meiste Zustimmung gefunden.

Geplant ist ein ovales Brunnenbecken aus Stahlbeton, verkleidet mit Granit. Ein Bronze-Ensemble aus Figuren der Elchinger Zünfte und Karnevalsvereine wird den Narrenbrunen zieren, darunter Bobble, Bärbl und Fischerbua.

Ein noch zu gründender Brunnenbauverein soll sich um die Realisierung des Vorhabens kümmern. "Wir können nicht Spenden sammeln und bauen", erklärte Winklhofer. Aus Steuergründen. Und so spart sich der Verein auch eine Ausschreibung und kann gezielt die Elchinger Kunstgießerei Kollinger beauftragen. Diese wird die 70 bis 75 Zentimeter großen Fastnachtsfiguren herstellen. Zwischen Betrieb und Förderverein habe es schon Gespräche gegeben, berichtete Winklhofer. Eine Figur werde zwischen 3500 und 5000 Euro kosten. Ein örtliches Unternehmen mit der Fertigung der bronzenen Fastnachtsfiguren zu beauftragen, bringe den Vorteil, dass die Vereinsmitglieder einen kurzen Draht in den Betrieb pflegen und so, falls nötig, nochmals Einfluss auf die Gestaltung des Ensembles nehmen können.

Bis November 2014 soll der Brunnen stehen, der der Gemeinde übergeben wird. Einen Sponsor für das Brunnenbecken hat der Förderverein schon gefunden, teilte Winklhofer auf Anfrage mit. Der Narrenbrunnen soll schrittweise umgesetzt werden. Die Gemeinde übernimmt Pflege und Unterhalt für jährlich etwa 2500 bis 3000 Euro. Aber auch hier wollen die Narren mit einer jährlichen Putzete mithelfen.