Prozess Mutmaßlicher Sextäter von Weißenhorn steht vor Gericht

Weißenhorn / Carsten Muth 03.01.2018
Die Vorwürfe wiegen schwer: Ein junger Asylbewerber soll im Sommer in Weißenhorn mehrere Frauen attackiert haben.

Diese Attacken haben im vergangenen Sommer viele Menschen in der Region beunruhigt. Drei Wochen fahndete die Polizei nach dem Mann, der in Weißenhorn mehrere Frauen attackiert und belästigt hatte. Ende Juli dann wurde der mutmaßliche Sextäter festgenommen, ein Asylbewerber aus Afghanistan. Am morgigen Freitag muss sich der 20-Jährige vor dem Amtsgericht Memmingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vor.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers hat der Beschuldigte, der sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft befindet, die Taten weitgehend eingeräumt. Wie berichtet, soll er eine Spaziergängerin auf einem Feldweg überfallen haben. Er riss sein Opfer zu Boden und versuchte, dieses zu entkleiden, es im Schambereich zu berühren. Die Frau schrie um Hilfe, woraufhin der Täter von ihr abließ und mit einem Fahrrad flüchtete.

Täter hinterlässt Spuren

Derselbe Mann soll einen Tag zuvor in der  Weißenhorner Innenstadt sowie in der Nähe des städtischen Freibads an der Roggenburger Straße weitere Frauen belästigt und sexuelle Gewalt ausgeübt haben. Aktenkundig sind nach Angaben der Ermittler insgesamt acht Fälle, in einem Fall ist nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft der Tatvorwurf der Vergewaltigung erfüllt.

Die Festnahme erfolgte in Wiesloch bei Heidelberg. Dort war der 20-Jährige im vergangenen Sommer in einem Heim untergebracht. Laut Polizei besuchte der mutmaßliche Täter einen Freund in Weißenhorn, beging währenddessen die Taten. Von der Kripo Neu-Ulm sichergestellte DNA-Spuren führten dazu, den polizeilich bereits in Erscheinung getretenen Mann zu ermitteln. 

Info Die Verhandlung vor dem Amtsgericht Memmingen beginnt am morgigen Freitag um 9.15 Uhr.

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Die Verhandlung vor dem Amtsgericht Memmingen beginnt am Freitag um 9.15 Uhr.

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