Bubenhausen Musiker wollen neuen Proberaum bauen

Zwischen Straße und alter Schule wird der neue Proberaum des Musikvereins Bubenhausen gebaut. Die Bushaltestelle wird als überdachter Gebäudeteil in den Neubau einbezogen. Foto: Patrick Fauß/Archiv
Zwischen Straße und alter Schule wird der neue Proberaum des Musikvereins Bubenhausen gebaut. Die Bushaltestelle wird als überdachter Gebäudeteil in den Neubau einbezogen. Foto: Patrick Fauß/Archiv
PATRICK FAUSS 07.01.2012
Der Musikverein Bubenhausen hat den Neubau eines Proberaums beschlossen. Er soll an die alte Schule, in der heute der Kindergarten ist, angebaut werden. Das beschloss die Jahresversammlung des Vereins.

Der Musikverein Bubenhausen will den Bau eines neuen Proberaums angehen. Das haben an die 100 Mitglieder bei der Jahresversammlung am Donnerstag beschlossen. Das eingeschossige Teilgebäude mit einer Grundfläche von 150 Quadratmetern soll an den Kindergarten in der alten Schule, zwischen Weberstraße und Schulhaus, gebaut werden. "Das ist nicht mehr und nicht weniger, als wir brauchen", unterstrich der Vorsitzende Karl-Heinz Sailer. Schon jetzt proben die Musiker im Mitte der 60er Jahre erbauten Schulhaus. 219 000 Euro sind für den Anbau veranschlagt, 87 000 wolle der Musikverein selbst tragen.

Es werde im neuen Vereinsraum keine Gastronomie geben, betonte Sailer. Auch würden dank eines besonderen Schallschutzes vom Landratsamt angedrohte Probenbeschränkungen hinfällig. Der Verein liegt derzeit mit einem Nachbarn im Clinch, dem die Musikproben zu laut sind. Sailer betonte, dass auch die Musiker mit dem derzeitigen Status nicht zufrieden sind. Auch im bisherigen Proberaum werde es mangels Dämmung zu laut, wenn die fast 40-köpfige Kapelle spiele.

Trotz des einstimmigen Beschlusses ist der Bau noch nicht in trockenen Tüchern. "Wenn finanzielle Lücken auftreten, lassen wir es", sagte Sailer. Die Finanzierung setzt sich bislang aus Zuschüssen der Stadt (32 850 Euro), des Landkreises (21 900 Euro) und des Kulturfonds des Staates Bayern (40 000 Euro) zusammen. Offen sei jedoch noch ein Betrag von 37 250 Euro für Baumaterial. Der Verein hofft, dass dieser von der Stadt Weißenhorn übernommen wird.

Bürgermeister Wolfgang Fendt wies darauf hin, dass der Stadtrat entscheiden müsse, ob die Stadt dies bezahle. Üblich sei lediglich die Beteiligung der bereits zugesagten 15 Prozent der Gesamtkosten. Fendt unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung von Musikkapellen für das dörfliche Leben. "Ohne einen Musikverein geht es eigentlich nicht", findet Fendt.

Im Sommer hatte Sailer im Stadtrat den Antrag gestellt, die das jährliche Waldfestes des Vereins zu bezuschussen. "Ich habe den Antrag gestellt, wohl wissend, dass er abgelehnt wird", erläuterte Sailer (wir berichteten). Es sei ihm mehr darum gegangen, zum Nachdenken anzuregen. Grundsätzlich sollten seiner Meinung nach alle Vereine bei Festzuschüssen gleichbehandelt werden. Die Veranstalter des Altstadtfestes bekommen Zuschüsse, die der Ortsteilfeste jedoch nicht.

Nichtsdestotrotz sei das Jahr 2011 für den Musikverein sehr positiv verlaufen. Die Kapelle habe 41 Auftritte absolviert, 43 Mal sei geprobt worden. Insbesondere als Stimmungskapelle seien die Musiker sehr gefragt. Das zeige sich auch an den regelmäßigen Einladungen zu Volksmusik-Stimmungscups, bei denen die beste Kapelle im Wettstreit mit anderen ermittelt wird. Auch die Jugendarbeit laufe gut, wie Jugendvertreter Bernd Kempfle mitteilte. Derzeit sind 25 Jungmusiker und 13 Flötenkinder beim Verein in Ausbildung. Um die laufenden Kosten für den Vereinsbetrieb zu decken, beschloss die Versammlung, den Jahresbetrag der 278 Mitglieder von derzeit sieben auf künftig zwölf Euro anzuheben. Außerdem wurden Josef Spengler, Johann Müller und Franz Kempfle zu Ehrenmitgliedern ernannt.