Oberelchingen / BARBARA HINZPETER Das Konzept, das zurzeit für ein Klostermuseum ausgearbeitet wird, sei entscheidend für den Erfolg der Einrichtung. Das sagte der Vorsitzende Ralf Gührer bei Versammlung der Freunde des Klostermuseums.

Der Pfarrer und Kunsthistoriker Ralf Gührer setzt "ganz große Hoffnung" auf die jüngst vom Gemeinderat beschlossene Arbeitsgruppe aus Vertretern von Gemeinderat, Kirche und Verein. Sie soll sich, wie berichtet, mit den Fragen nach Konzept, Standort und Finanzierung eines Klostermuseums beschäftigen. Vereinsvorsitzender Gührer, der seit September Pfarrer in Wasserburg am Bodensee ist, ging noch einmal kurz auf die Machbarkeitsstudie ein, die einem reinen Klostermuseum in Oberelchingen keine Chancen eingeräumt und "scheinbar einen Schlussstrich" unter die Debatte gezogen hatte. "Wenn man sie aber genau liest, ist ihr Votum gar nicht so schlecht." Sie rate lediglich ab von einem "biederen Heimatmuseum". Entscheidend seien die Konzeption und die Umsetzung vor allem des Themas "Spiritualität".

Ausgelöst durch den Antrag eines Mitglieds, in dem die Einrichtung eines Museums im Pfarrhaus vorgeschlagen wurde, flammte bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung kurz die Diskussion um die Standortfrage auf. Altlandrat Franz-Josef Schick, der Gründungsmitglied des Vereins ist, brachte es auf den Punkt: "Wir sollten uns nicht auf das Spiel ,Hier oder da' einlassen." Die Oberelchinger Grundschule biete sich für ein Klostermuseum an. Bei der Trägerschaft solle der Landkreis mit einbezogen werden. Dort warte man auf einen entsprechenden Antrag aus Elchingen, ohne den nichts unternommen werden könne, berichtete Gührer von einem Telefonat mit Landrat Thorsten Freudenberger.

Der stellvertretende Vorsitzende Richard Ambs informierte darüber, dass das Pfarrhaus unter anderem für die Pilger aus Bettringen gebraucht werde, die nicht mehr alle privat und im Antoniusheim untergebracht werden könnten. Außerdem wäre das Gebäude zu klein. Selbst die Grundschule, die sich ansonsten bestens eigne, sei mit 300 Quadratmetern Nutzfläche nicht zu üppig bemessen. Ambs: "Die brauchen wir locker."

Die Vereinsmitglieder wollen in nächster Zeit Klostermuseen in Roggenburg, Wiblingen und Neresheim besichtigen und dabei auch herausfinden, wie eine inhaltliche Bündelung aussehen könnte.

Restauratorin Christine Götz sei mit ihrer Arbeit am Konventbild von Joseph Wannenmacher in der Abschlussphase, berichtete Gührer. Zur Finanzierung fehlten noch ein paar Tausend Euro - angesichts der Gesamtkosten allerdings nicht mehr viel, zumal im vergangenen Jahr insgesamt ein stattlicher Betrag an Spenden eingegangen sei. Eine Fahrt nach St. Gallen, wo der Künstler in der Stiftsbibliothek sein Meisterwerk geschaffen hat, ist für 9. April geplant. Die Spuren, die der Maler aus Tomerdingen in seiner Heimat hinterlassen hat, beleuchtete Klara Aubele in einem Diavortrag. Vorsitzender Ralf Gührer dankte Reinhard Rotermund fürs Erstellen und die Pflege der Homepage. Sie ist zu finden unter www.klosterfreunde-elchingen.de