Holzheim Multimedia im neuen Baugebiet in Holzheim

Holzheim / MICHAEL JANJANIN 01.08.2013
Die Verträge sind ausverhandelt: Im neuen Holzheimer Baugebiet haben die Einwohner viele Möglichkeiten der Nutzung von Internet und Telefon.

Die Verhandlungen gingen bis zuletzt, die letzte Bestätigungs-Mail hatte es auch nicht mehr in die Beratungsunterlagen zur jüngsten Gemeinderatssitzung geschafft: Die Versorgung des neuen Holzheimer Baugebiets "Am Kadeltshofer Weg" mit Internet und Telefon ist unter Dach und Fach. Zunächst berichtete Bürgermeisterin Ursula Brauchle über den Verhandlungserfolg mit Kabel Deutschland, deren verwendete Ausrüstung hohe Übertragungsgeschwindigkeiten im Internet wie auch Telefonnutzung ermögliche. Der Gemeindeanteil für die Kabelversorgung bis zu den Grundstücken beträgt etwas mehr als 8500 Euro. Lockmittel war das mögliche Kundenpotenzial auf 42 Bauplätzen. "Beim Drosselweg mit zwölf Plätzen hatte es noch nicht gereicht." Aber: Die Leerrohre bis zu den Grundstücken sind dort bereits drin, sodass sich Kabel Deutschland bereiterklärt habe, auch hier Kabel einzuziehen. Und das ohne Zusatzkosten für die Kommune, berichtete Brauchle. Der Haken: "Bei dieser Lösung hätten wir keinen Wettbewerb", da das Unternehmen keine Konkurrenz in sein Kabelnetz lassen müsse.

Ganz anders die Telekom, die aufgrund der Regelungen im Zuge der Privatisierung gesetzlich dazu verpflichtet sei. Deshalb sei es umso erfreulicher, dass auch die Verhandlungen mit der Telekom Früchte getragen haben. Das Unternehmen werde ebenfalls seine Kabel verlegen. Das Angebot, kurz vor der Gemeinderatssitzung eingegangen, las Brauchle den Räte vor. In Kürze: Die Gemeinde kommt für die Tiefbauarbeiten auf, den Rest besorgt die Telekom. Zwar biete das Kupferkabel nicht ganz so hohe Kapazitäten für das Internet. Doch sei man für die Zukunft gerüstet, "falls doch einmal Glasfaser nach Holzheim verlegt werden kann". Die neueste Förderinitiative der bayerischen Staatsregierung sei derzeit nicht auf Gemeinden mit der Gewerbekapazität Holzheims ausgerichtet. Doch wolle man sich künftige Möglichkeiten nicht verbauen. Der Gemeinderat stimmte dem Vorgehen zu.