Die Müllverbrennungsanlage Weißenhorn war mehrfach Thema in der jüngsten Sitzung des Kreis-Umweltausschusses. So berichtete der technische Werkleiter Günter Richter, dass das Kraftwerk seit dieser Woche zur Stabilität des Stromnetzes beiträgt: Die Anlage gehört nach erfolgter EDV-Aufrüstung zum Pool der so genannten Minuten-Reserve der Bundesnetzagentur. Auf sie kann die Behörde zurückgreifen, wenn die vorrangberechtigten Windräder und Solaranlagen zu viel Strom produzieren; dann fahren die Weißenhorner ihre Stromproduktion um bis zu vier Megawatt herunter (Maximalleistung: neun Megawatt). Wie Werkleiter Thomas Morit auf Anfrage sagte, macht der Abfall-Wirtschaftsbetrieb dennoch kein Minus, da es Pauschalbeträge gebe und die nicht erbrachte Leistung bei Abruf auch vergütet wird.

Der Ausschuss vergab außerdem die Aufträge für den Bau des Entsorgungs- und Wertstoffzentrums im Volumen von rund 1,5 Millionen Euro. Losgehen soll es spätestens im April, Fertigstellung im September. Es könnte zu Verzögerungen kommen, da unklar ist, wie stark der Boden mit Altlasten verseucht ist. Insgesamt werden heuer 3,8 Millionen Euro in die Anlage investiert.