MS Donau in Ulm Kosten für Boot-Bergung: SWU zahlt mehr als die Hälfte

Die Bergungsarbeiten des havarierten Schiffes hatten sich immer wieder verzögert.

Niko Dirner
Die Stadtwerke und das Landratsamt haben sich außergerichtlich über die Kosten der Bergung der MS Donau geeinigt. Das Boot war im Januar 2017 in Schieflage geraten.

Der Rechtsstreit um die Bergung des havarierten Ausflugsschiffs MS Donau ist beendet: Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) übernehmen 41.000 Euro der insgesamt 67.000 Euro teuren Bergung. Den Rest trägt das Landratsamt. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes Neu-Ulm hervor.

SWU und Landratsamt vor Gericht

Dieser Vergleich ist der Ergebnis wochenlanger Verhandlungen zwischen SWU, deren Versicherung und dem Landratsamt. Die Gespräche waren nach einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Augsburg gestartet worden. Ursprünglich wollte das Landratsamt den gesamten Betrag auf die SWU abwälzen. Dagegen hatten die Stadtwerke geklagt. Statt eines Urteils gab es den Auftrag des Gerichtes an beide Seiten, sich doch einig zu werden. Das hat nun geklappt.

Bergung dauerte Stunden

Dass die SWU hier haften müssen, liegt an der Ursache für die Havarie: Ein Pegel am Donaukraftwerk Böfinger Halde war im Januar 2017 eingefroren, dadurch floss zu viel Wasser hindurch, der Donaupegel sackte zu stark ab, die MS Donau geriet in Schieflage, Öl trat aus. Daraufhin entschied sich das Landratsamt, das Schiff bergen zu lassen. Unter Leitung der Feuerwehr Neu-Ulm waren damals bei eiskalten Temperaturen knapp 100 Einsatzkräfte von verschiedenen Hilfsorganisationen im Einsatz.

Am Freitag wird die havarierte MS Donau aus der Donau geborgen. Bis in die Abendstunden zieht sich die Aktion. Gegen halb acht wurde die MS Donau aus dem Wasser gehoben.

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