Es gab lediglich zwei Gegenstimmen - beide CSU. Wie berichtet, wollte der Verein Pro Vöhringen mit den Bürgerentscheiden zum einen verhindern, dass im Gewerbegebiet Nord städtische Grundstücke für nicht-gewerbliche Zwecke verkauft werden – in diesem Fall eben für den Bau der Moschee. Diese will die türkisch-islamische Gemeinde an der Adalbert-Stifter-Straße errichten. Mit dem zweiten Begehren sollten sich die Vöhringer dafür aussprechen, dass sich nur Firmen im besagten Gebiet ansiedeln dürfen.

Beide Begehren hätten das Ziel, den Bau der Moschee in Vöhringen zu verhindern, sagte Bürgermeister Karl Janson zu Beginn der Sitzung des Stadtrates, die ob des erwarteten Andrangs ins Wolfgang-Eychmüller-Haus verlegt worden war. Beide Bürgerbegehren seien rechtlich unzulässig, stellte der von der Stadt engagierte Anwalt Uwe Lipinski fest. Er habe die Anträge für das Bürgerbegehren in zehn Punkten sorgfältig geprüft. Vier Punkte erläuterte er in der Sitzung ausführlich.

Während der Sitzung hielten sich die Besucher, unter welchen sowohl Gegner wie auch Befürworter der Moschee waren, wie vom Bürgermeister erbeten, mit Äußerungen zurück. Doch hinterher kam es bei Anhängern von Pro Vöhringen doch zu heftigen Wutausbrüchen.

Wie berichtet, will der islamisch-türkische Verein rund 2500 Quadratmeter Grund von der Stadt erwerben, um eine Moschee bauen zu können. Für ein Minarett mit einer Höhe von 16 Metern hat der Stadtrat eine Ausnahmegenehmigung erteilt, eigentlich dürften Bauwerke dort zehn Meter hoch werden. Zugestimmt hat der Rat ferner, dass der für den Imam eine Wohnung vorgesehen werden soll. Bereits vor fünf Jahren hatte Pro Vöhringen gegen den Bau einer Moschee agiert.