Die in Deutschland gültigen Grenzwerte werden zwar eingehalten: Die Marktgemeinde Pfaffenhofen will auf dem Verhandlungsweg die Netzbetreiber E-Plus und Telekom dennoch dazu bringen, Alternativstandorte für eine angestrebte Leistungserhöhung ihrer bestehenden Mobilfunkanlagen anzunehmen. Der bisher gemeinsam genutzte Standort befindet sich am östlichen Ortsrand von Pfaffenhofen. Dort will E-Plus auf UMTS erweitern, die Telekom auf den LTE-Dienst - bei beiden geht es darum, die Nutzung von Smartphone und Internet im mobilen Netz zu ermöglichen. Die von der Gemeinde vorgeschlagenen Standorte weiter östlich in Richtung Beuren bieten E-Plus "nur begrenzte Vorteile gegenüber dem Bestand". Bei der Telekom herrsche die klare Vorgabe, bestehende Anlagen für die Netzerweiterung zu nutzen. Ansonsten: keine Gespräche, keine Kompromisse, berichtete Bürgermeister Josef Walz bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses.

Es herrschte zwar Übereinstimmung zwischen Verwaltung und Markträten, dass den Bürgern die Nutzung dieser Technik nicht vorenthalten werden soll. Dennoch hat sich die Kommune Rat vom Umweltinstitut München geholt und ist in der Absicht, Alternativstandorte weiter zu verfolgen, bestätigt worden. Die Zusammenfassung der Ergebnisse: Der von den Betreibern geplante Ausbau wirke sich im Vergleich zu Alternativ-Standorten hinsichtlich der Immissionen auf die benachbarte Wohnbebauung stärker aus als bei anderen Vorschlägen. Diese konzentrieren sich auf das freie Feld in direkter Nachbarschaft des jüngst errichteten Betonmasten für den digitalen Behördenfunk für Polizei und Rettungskräfte.

Ob man denn nicht diesen Masten anbieten könne, um dort auch die privaten Mobilfunk-Anlagen konzentrieren zu können? Die Frage verneinte Bürgermeister Josef Walz. "Da dürfen wir nicht drauf." Johann Kast (SPD) und Anton Rupp (CSU) fassten das künftige Vorgehen der Kommune zusammen: Die eigenen Standort-Vorstellungen weiter vorantreiben, "ohne die Tür ganz zuzuschlagen". Das Ziel: die Strahlung weiter vom Ort wegzubringen. Der Plan wurde bei einer Gegenstimme angenommen.