Handel Mit neuem Konzept durchgestartet

Besteht seit 25 Jahren: Das Mega In mit seiner charakteristischen Architektur ist Teil von Möbel Inhofer in Senden.
Besteht seit 25 Jahren: Das Mega In mit seiner charakteristischen Architektur ist Teil von Möbel Inhofer in Senden. © Foto: Ulmer Pressedienst
Niko Dirner 03.08.2018

Sydney, Australien: Das gibt Möbel Inhofer als seinen weitesten Lieferweg an. Nachzulesen ist das in einer Anzeige, mit welcher das Sendener Familienunternehmen heuer einen Meilenstein der Firmengeschichte feiert: Vor 25 Jahren eröffnete der so genannte Mega In, der fünfstöckige Mitnahmemarkt neben dem Haupthaus an der Ulmer Straße. Die entscheidende Erweiterung also, die die Verkaufsfläche um ein Drittel vergrößerte und das Möbelhaus zu einem der größten in Deutschland machte. Oder sogar zur „flächenmäßig größten Wohnwelt Europas“, wie Geschäftsführer August Inhofer selbst sagt.

„Die Entscheidung damals für das Mega In war goldrichtig, obwohl es eine sehr große Investition war“, erinnert sich der Firmenchef. Die neue Art des Mitnahmeeinkaufs habe die Leute „sofort begeistert“. Bis dato war es nicht Usus, dass Möbel und Einrichtungsgegenstände gleich ins Auto gepackt werden können.

Ein „weiteres wichtiges und stabiles, wirtschaftliches Standbein“ für das Unternehmen sei also entstanden. Nicht zuletzt dank der außergewöhnlichen, weithin sichtbaren Architektur habe sich der Mitnahmemarkt einen Namen gemacht: Das Dach ist teils eine Interpretation der gläsernen Louvre-Pyramide von Paris, die Turm-Form soll ein Sinnbild für die erreichte Größe sein. Mit dem Mega In schuf Inhofer 80 neue Arbeitsplätze.

Heute sind nach Unternehmensangaben allein 210 Mitarbeiter im Mega In samt Restaurant, Lager und Warenausgabe beschäftigt. Rund 500 000 Artikel sind vorrätig. Insgesamt beschäftigt Möbel Inhofer 2018 über 1200 Mitarbeiter, davon rund 60 Auszubildende. Denn der Ausbau des Hauses war mit dem Mega In vor 25 Jahren nicht zu Ende. 2001 kam das Designhaus Interni dazu. 2009 wurde der neue Parkplatz nördlich des Firmenareals mit einem Steg verbunden – der zugleich Ausstellungsfläche ist.

Und in Zukunft? Nun, zu seinem 80. Geburtstag vor zwei Jahren sagte August Inhofer: „Wir haben noch ein paar Dinge vor, um zu wachsen.“ Vielleicht ein Anbau an den Steg? Das wäre jedenfalls naheliegend, sagte Inhofer ohne ins Detail zu gehen.

Daten und Fakten zu Möbel Inhofer

Historie 1931 gründet der Handwerker Anton Inhofer eine Schreinerei in Wullenstetten. 1957 übernimmt sein Sohn August. 1967 steigt Inhofer in den Bereich Wohnbau und Hausverwaltung ein. 1976 wird das Möbelhaus in Senden eröffnet. 1980/85 Erweiterung und Bau des Zentrallagers in Witzighausen. 1993 eröffnet Mega In. 1997 neues Hochregallager in Senden. 2001 Interni. 2009 die Inhofer-Brücke.

Lieferung 250 000 Kilometer legen die 100 Auslieferungs-Lkw von Möbel Inhofer pro Jahr zurück. 250 Schreiner bauen bei den Kunden zu Hause auf.

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